Ingo Bertram - Patron: OTTO
Shownotes
Wie wird ein Unternehmen zum sicheren Ort für das Coming-out? Darüber spricht Hendrik Menken in dieser Folge mit Ingo Bertram von OTTO. Als Mitgründer des MORE*-Netzwerks – dem queeren Mitarbeitenden-Netzwerk bei OTTO – erklärt er, warum Diversity-Arbeit von der Unternehmensleitung mitgetragen werden muss, wie Diskriminierung am Arbeitsplatz keine Chance bekommt und warum OTTO die Initiative WELCOMING OUT als PATRONS unterstützenswert findet.
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00:00:00: Trotzdem ist es halt wichtig auch aus einer Unternehmensleitung heraus zu zeigen, das ist hier ein Safe Space.
00:00:11: Hier hat Diskriminierung keine Chance und wenn sie doch auftritt dann sanktionieren.
00:00:19: Hallo, ich bin Cendric Menken und begrüße euch beim Welcoming Out Podcast eurer Plattform oder der Plattform überhaupt für alle die mitreden wollen.
00:00:29: Wenn es um queeres Leben geht wenn es um menschliches Miteinandergeht das Coming-Out und auch das Welcoming-Out.
00:00:38: was ist Welcoming out?
00:00:39: Das ist eine Wortschöpfung aus Welcome & Coming-out Und Wellcoming Out wiederum ist eine gemeinnützige Initiative, die das klassische Coming-Out umdreht.
00:00:50: Wo eben nicht queere Menschen einen ja oft angstbesetzten Schritt machen müssen sondern dass Umfeldmenschen wie du und ich machen da einen ersten Schritt sozusagen zeigen sich mit einem Symbol proaktiv verbündet und laden zu einem angstfreien Coming-out ein.
00:01:08: Also Wellcoming out ist vielmehr also eine Initiative Und ein Symbol zugleich und hat ganz tolle Unterstützerinnen.
00:01:18: Und auch sogenannte Patrons, das sind Organisationen, Initiativen und Unternehmen die die Initiative We're Coming Out unterstützen.
00:01:27: Ein Patron davon ist Otto hier in Hamburg und da sitzen wir nämlich im total lässigen Podcaststudio von Otto hier im Norden Hamburgs und an meiner Seite sitzt Ingo.
00:01:40: Bertram, Ingo ich muss mal ganz kurz dein mega deine Position ablesen.
00:01:45: Du bist
00:01:45: Head
00:01:46: of External Communications bei Otto.
00:01:48: Hallo Ingo!
00:01:50: Hallo!
00:01:51: Freut mich!
00:01:52: Ja
00:01:52: uns freut das total dass wir von Work on Out zu Gast
00:01:55: sein können
00:01:56: und ihr ja als Patreon die Initiative unterstützt.
00:02:02: Warum sitzt du eigentlich jetzt hier?
00:02:04: Die richtige Antwort auf diese Frage ist wahrscheinlich, weil Michael Otto keine Zeit hat.
00:02:09: Ich habe die Grüßen
00:02:11: und
00:02:13: ich sitze hier.
00:02:13: Ich hab im Jahr zwei Tausend neunzehnt in unserer Queeres-Netzwerk mitgegründet leite das auch heute immer noch als Kohli.
00:02:18: Ein
00:02:19: Queersnetzwerk bei
00:02:19: Otto genau für Mitarbeitende von Mitarbeitenden Genau.
00:02:23: und deshalb dachten wir Michael Otto lässt lieb grüßen, aber...
00:02:28: Nein.
00:02:28: Das ist natürlich eine freche Frage von mir gewesen!
00:02:30: Du bist ja selber immer total in der Kommunikation mit uns und bist eben auch Sprecher für Otto.
00:02:36: Will dich ganz kurz vorstellen bevor ich das nochmal in diesen Podcasts schon bekannte Entweder-Oder-Fragen mache?
00:02:43: Also irgendwo bei einem Dich kenne, wir haben eine persönliche Verbindung.
00:02:48: Ich stehe auch mit einer Comedy-Rolle auf der Bühne und moderiere nicht nur als Hendrik.
00:02:52: Da habe ich dich kennengelernt, weil du ganz aktiv warst beim Hamburg Pride.
00:02:56: Das ist schon ein paar Jährchen her!
00:02:58: Und jetzt bist du schon eine ganze Weile bei Otto... ...und was davor beim Hermes versandt?
00:03:03: Das gehört ja zu der riesengroßen Otto-Gruppe.
00:03:06: Ich hab mich da versucht ein bisschen einzulesen.
00:03:08: Es
00:03:08: dauert.
00:03:09: Riesengroßes Unternehmen und Otto habe ich noch mal geguckt ... der größte deutsche Online-Shop.
00:03:15: Das Wahnsinn, ja also ihr ... ... kann man ohne alles erwerben was man so möchte.
00:03:19: Alles!
00:03:20: Privat, lebst du mit Mann und Hündchen Eddy... ... der fünf glaube ich
00:03:27: wird.
00:03:27: ne?
00:03:27: Der
00:03:27: wird fünf.
00:03:28: Was ist das hündchen?
00:03:29: Ein Biegel
00:03:30: sehr stuer, sehr süß aber schon es.
00:03:32: eine Granate kann ich dir sagen.
00:03:34: Ja für
00:03:34: alle Hundefreunde die uns zugucken, was ist so eine typische Eigenschaft von Biegeln?
00:03:39: Sehr viel Fressen ... sehr viel schlafen und sehr sturr sein.
00:03:43: Also ist so ein bisschen, man sagt immer so wie der Herr, so Scher... Ich wollte
00:03:46: jetzt sagen ich bin nicht glaube ich ein Biegel!
00:03:48: Ja,
00:03:49: du.
00:03:50: Also
00:03:51: viel Fress.
00:03:51: Genau.
00:03:52: Ein sehr süßer Kerl aber schon auch ein bisschen vordernd so.
00:03:55: Aber du hast ja auch einen Hund glaub ich.
00:03:56: Ich
00:03:56: habe auch einen Hund, ein Mischling.
00:03:58: da weiß man ja nie sowas kommt ne?
00:03:59: Wenn man so einen Hühnchen rettet, aber er ist auch ganz toll.
00:04:03: Du kommst eigentlich aus Bremen, hast da Germanistik studiert, hab' ich alles eingelesen und wir haben noch was gemeinsam.
00:04:09: Jetzt ein bisschen angeben muss ich auch, während die gleiche Universitätsabschlussnote.
00:04:15: Also wir können uns beide mal gratulieren.
00:04:19: Die Oberschenkel klopfen.
00:04:23: Im Auto Podcast Studio.
00:04:26: Genau für alle, die jetzt diesen Podcast zum ersten Mal hören wie sie sind mit dem Outcast.
00:04:32: immer da zu Gast, wo man uns einlädt.
00:04:35: Wenn uns Patrons unterstützen sind wir da.
00:04:38: und wenn wir noch an der Uni Hamburg haben eine tolle Podcast-Folgen aufgenommen.
00:04:42: Du liebst deutschen Hip Hop und elektronische Musik Und du liebst Käse und Franz Brötchen und französisches Prickelwasser.
00:04:51: Da habe ich mich gefragt mit Alkohol oder ohne?
00:04:54: Ja
00:04:55: präferiert leider schon mit.
00:04:56: Ich hab gerade vorgestern entalkolysierten Cremon getrunken, den ich für ein Dienstagabend überraschend überzeugend fand.
00:05:03: Ach
00:05:03: was?
00:05:04: Ja!
00:05:04: Aber für einen Freitag taucht es mir dann nicht.
00:05:06: Also darf gerne mit sein.
00:05:10: Weil's gibt ja auch tolles französisches Brickelwasser ohne ... also ich meine, Mineral-Massage.
00:05:15: Ja, genau.
00:05:16: Ihr macht eben das, dass gerade schon gesagt dieses Netzwerk bei Otto, das heißt glaube ich Moor oder
00:05:20: so.
00:05:21: Wie am Moore nur ohne A. Das
00:05:22: ist aber eine... Für alle, die das nicht genau wissen.
00:05:29: Ich habe es gesagt du bist Head of External Communications.
00:05:32: in einem Satz was machst Du ganz genau bei Otto?
00:05:35: Ja
00:05:35: ich darf die externen Unternehmenskommunikation leiten.
00:05:37: also dazu gehört Pressarbeit Krisenmanagement Reputationsmanagement Social Media Medien Design alles was Otto quasi aus einer Unternehmsrolle heraus nach draußen gibt.
00:05:48: Also idealerweise sind's natürlich immer schöne bunte Themen.
00:05:50: aber Genau, wenn es immer ein bisschen kritischer wird dann gehen wir auch hinein und versuchen das Beste rauszumachen.
00:05:57: Wir hatten ganz tolles Team mit aktuell elf Personen und genau macht das jetzt seit auch schon einer gewissen Zeit.
00:06:05: Das macht mir viel Spaß!
00:06:07: Und darüber mal besprechen, wie Otto eben auch nach draußen geht.
00:06:10: Da gehört ja sowas dazu eine Initiative We're Coming Out zu unterstützen und darüber wollen wir sprechen.
00:06:16: Ich will ganz viel von dir wissen Auch für unsere Hörerinnen Wie es bei dem Unternehmen Otto um Diversität bestellt ist usw.
00:06:26: Also Wir haben einiges vor in dieser Folge Aber zu dieser Folge gehört auch Eine total lustige Rubrik.
00:06:33: ich habe es eben schon gesagt um mich noch mehr fortzustellen Ähm, die tollen Wellcoming Out-Podcast.
00:06:39: Entweder oder fragen die!
00:06:41: Also ich geb das wirklich zu... Wir haben vorher telefoniert.
00:06:44: Das ist klar, sonst wüsste ich ja nicht dass du Käseliebhaber und Franz
00:06:47: Fritzschild... Nicht zusammen bitte!
00:06:50: Ja
00:06:51: vielleicht auch
00:06:52: wenn
00:06:52: sie das mögen.
00:06:54: Aber die entweder oder Fragen hab' ich dir extra nicht gesagt Und das ist aber gar nicht schlimm.
00:06:57: Ich hoffe du hast jetzt keine Angst
00:06:59: Ingo?
00:07:00: Na ich biebe seit heute Morgen muss ich sagen.
00:07:02: Du erlöst mich jetzt begleitet.
00:07:03: Los geht's Hamburg oder Bremen?
00:07:11: Hamburg.
00:07:12: Ach so, viele sagen doch so kleine Hansestädte sind doch aus Bremen fanden auch richtig viele Touristen
00:07:17: und so.
00:07:17: Ja, Bremen ist noch süß aber mein Herz schlägt doch viel mehr stärker in Hamburg.
00:07:22: Hättest du mich Hamburg oder Lübeck gefragt wäre es mir mittlerweile schwerer gefallen.
00:07:25: Ah tatsächlich!
00:07:26: Ja,
00:07:26: aber Hamburg ist schon süß.
00:07:27: Aber trotzdem mal wir wollen ein bisschen Optimismus aufverbreiten für alle Bremer die uns zahlen.
00:07:32: was ist trotzdem für dich das Schöne an Bremen.
00:07:36: Bremen hat eine ganz tolle... Altstadt, ich finde den Bremer Weihnachtsmarkt übrigens wenn er nicht da war echt wirklich ein Besuch wäre das ganz süß.
00:07:44: Das ganze Ostertorviertel dass sich anscheinend ein bisschen wie eine kleine Schanze ist aber ein bisschen weniger aufgeregt finde auch ganz toll.
00:07:51: die Partie einer Weser dem Bürgerpark gibt schon paar schöne Sachen Aber mir gefällt das weltstädtische was Hamburg eben doch stärker dann versprüht als es Bremen tut doch mehr Auch wenn man ja immer fairerweise sagt, dass in Hamburgs Wappen ja zurecht das Tor abgebildet ist.
00:08:07: Und wie war das noch mit den Schlüsseln?
00:08:09: Ja und Brehm hat den Schlessel dafür oder?
00:08:11: Also
00:08:12: ich glaube im Altoner alle die sich so ein bisschen ausgehen, im Altener ist das Stadtwappen, glaube ich, sodass das Tor geöffnet Schreiben sich die Althunar, also für alle, die uns zuhören und ich wisse wo das liegt.
00:08:24: Althuna ist ein Stadtteil von Hamburg und das war früher mal Danish glaube ich vor Jahrhunderten.
00:08:30: Weiter geht es!
00:08:30: Also das ist eine Frage, die muss ich dir trotzdem stellen weil ich finde sie ist einfach lebensentschaltend.
00:08:36: Hund oder Katze?
00:08:37: Auf jeden Fall Hund.
00:08:39: Das kann ich nicht.
00:08:40: Also Katze, nein!
00:08:43: Würde denn Eddie euer fünfjähriger Beaglehund mit einer Katze so auskommen?
00:08:49: Ich glaube es ist immer eine Frage wenn du fragst also Auskommen ja aber ob er das überlebt weiß ich nicht...
00:08:58: Also Blick auf wo wir sitzen hier bei Otto.
00:09:02: ein Teil in der vermutlich absolut korrekten Größe bestellen oder gleich drei Teile in verschiedenen Größen zum ausprobieren.
00:09:09: Bestellt tatsächlich immer eines und in den meisten Fällen klappt es auch ganz gut, ja also ehrlich gesagt nervt mich schon total Sachen wieder zurück senden zu müssen und ich meine fairerweise ist halt schon so alleine.
00:09:23: aus einer ökologischen Sicht drauf geblickt sind Retouren nicht so geil.
00:09:27: deshalb genau jetzt lässt sich halt nicht immer verhindern.
00:09:31: Das kommt ja
00:09:34: auf den Designer an und so.
00:09:37: Ich bin in Italien, da sind die Größen ganz anders.
00:09:39: Da muss ich immer XXL gut ist.
00:09:41: Muss ich auch langsam aber... Da die größere Größe einfach nehmen?
00:09:45: Aber ein bisschen Augenauf beim wahren Kauf hilft glaube ich ganz gut.
00:09:50: Ja!
00:09:51: Da du einen Hund hast was ist dir wichtiger?
00:09:54: Der perfekte Rückruf?
00:09:56: also Hundebesitzer wissen was damit gemeint ist.
00:09:58: der perfektes Rückrufe oder mit Eddy kuscheln.
00:10:03: Ja, ist schon das Kuscheln ehrlich gesagt... Vom Rückruf habe ich mich ohnehin verabschiedet, weil es ein Biegel ist.
00:10:08: Glaubt nicht?
00:10:09: Nein!
00:10:10: Du kannst ja natürlich... Ja du rufst den am Montag und Donnerstag hatte sich dann überlegt aber kommt er da nicht.
00:10:16: Was
00:10:17: machen denn Biegels?
00:10:18: sind das so Jagdtunde
00:10:20: oder...?
00:10:20: Es waren englische Jagdtunde ursprünglich gewesen die auch immer in der Mäute unterwegs sind.
00:10:24: Deshalb sind sie heute so verfressen, weil man früher
00:10:27: bei der
00:10:27: Fütterung einfach einen Eimer in diese Mäutin eingekippt hat und wer am schnellsten war, hat dann auch am meisten abbekommen.
00:10:34: Das führt dazu dass ihr heute ähnlich verfressen sind wie Labrador, weil es übrigens – und das wussten wir in der Schärfe nicht.
00:10:39: Wir wohnen auf St.
00:10:40: Pauli echt ein Thema ist wenn man merkt plötzlich wie viel Müll, wie viele Essensreste
00:10:44: dort
00:10:45: liegen und wir haben alles möglich aus diesem Tier schon rausgeholt angefangen von Hähnchenknochen über Atemschutzmasken bis hin zu abgebrochene Flaschenhälsen.
00:10:51: war alles dabei?
00:10:53: ja aber man stumpft so ein bisschen ab.
00:10:54: ehrlich gesagt was so?
00:10:55: Ich
00:10:56: kenne das!
00:10:57: Ein geretteten Straßenhund.
00:10:59: Also es ist einfach von mir aus jetzt ein Aufruf an alle Menschen da draußen, werft nicht Essen auf die Straße.
00:11:05: Das ist sowieso doof.
00:11:06: Und Leute wenn ihr mal auf St.
00:11:07: Paul unterwegs seid wir freuen uns ja immer über Menschen, die uns besuchen denkt vielleicht ein bisschen dran der Leben auch Menschen und penkelt nicht in Türen.
00:11:17: lasst nicht euren Döner auf dem Treppenabseil
00:11:19: zu liegen.
00:11:20: und einfach ein bisschen mein Respekt.
00:11:23: Ingo das wird hier ein ganz neuer Podcast.
00:11:25: Wir müssen gleich zum Thema kommen.
00:11:28: Trotzdem will ich dich noch mehr kennenlernen und für euch da draußen, die ihr das hört auch.
00:11:32: Kaffee oder Tee?
00:11:33: Kaffeesüß
00:11:34: oder salzig?
00:11:36: Süss, süss.
00:11:37: Text- oder Sprachnachricht?
00:11:39: Text
00:11:40: Ja... Ich lauere ja immer so gerne so viel.
00:11:44: Buchlesen oder Netflix-Serie?
00:11:47: Buch, Buch Auszeit am Strand oder in den Bergen
00:11:54: Beides toll!
00:11:57: Berge Harry Styles oder Benson Boon?
00:12:01: Was ist das?
00:12:02: Das gibt es
00:12:02: doch nicht.
00:12:03: Kennst du beide nicht?
00:12:04: Oder Harry Styles habe ich schon mal gehört.
00:12:06: Aber Benson Boone ist doch der Sänger, der macht doch diesen Backflip auf der Bühne...
00:12:14: Finde den super.
00:12:15: Nehmen wir den!
00:12:17: Ja alles klar.
00:12:19: Ich bin erstaunt.
00:12:20: Sankt Pauli morgens um acht oder nachts um halb eins?
00:12:24: Morgens um acht.
00:12:26: Und damit noch mal herzlich willkommen in Ingo Bertram, Head of External Communications bei Otto.
00:12:33: Wie kann ich doch so sagen?
00:12:34: Kannst
00:12:34: du so sagen... klingt halt immer diese englischen Titelklinge auch irgendwie so funky.
00:12:38: Was wäre
00:12:38: denn die deutsche Übersetzung?
00:12:43: Ja, kannst du
00:12:44: machen von Otto.
00:12:45: Klingt
00:12:45: ein bisschen olzbar aber passt ja zu mir.
00:12:48: Ach du bist der... Frisch und jung, wir machen hier sowieso das Thema Ageism erst gar nicht auf.
00:12:54: Und damit wie gesagt nochmal willkommen hier zu einer neuen in einer neuen We're Coming Out Podcast Folge.
00:12:59: Danke dass wir hier sein dürfen, danke dass du die Zeit nimmst und auch noch mal danke an Otto, dass ihr uns ein Tip Top-Podcaststudie zur Verfügung stellt.
00:13:07: Otto ist Patron von Wellcoming Out.
00:13:10: Ich habe das ja gerade in einer Top-Anmoderation gesagt, was Wellcoming out ist und alle die diesen Podcast hören werden das vielleicht auch schon ein bisschen wissen.
00:13:18: Frage an dich!
00:13:19: Warum isst Otto Patron von Well Coming
00:13:21: Out?
00:13:22: Weil es wichtig ist dass auch Unternehmen große Marken nach außen hin Stellung beziehen und eine Flagge für Vielfalt zeigen.
00:13:30: und dazu gehört also zum einen Das ganze kommunikativ zu unterstützen, aber eben auch schon zu überlegen.
00:13:38: Was sind denn sinnvolle Partnerschaften?
00:13:40: Und das ist Wellcoming Out für uns genauso gewesen wie beispielsweise Proud at Work mit denen wir viel arbeiten in München und NGO auch ganz toll oder zum Beispiel auf der Hamburg Pride den wir lange unterstützen.
00:13:53: ich glaube dass es immer gut ist in eine Community reinzuwirken ... Flagge zu zeigen, also heute mehr denn je.
00:14:02: Also fairerweise musst du dann sagen wir sind keine NGO, ne?
00:14:05: Wir sind am Ende immer noch ein Wirtschaftsunternehmen... ...und trotzdem glaube ich kriegt man doch auch beides übereinander
00:14:12: gelegt.".
00:14:13: Werka mit Out spricht natürlich insbesondere das Umfeld an, was sich solidarisch zeigt mit queeren Menschen.
00:14:21: Wie sieht es denn bei Otto aus mit Diversität?
00:14:26: Du hast gesagt es gibt einen ... queeres Netzwerk Moor.
00:14:31: Wie würdest du denn so die Lage aus deiner Position, lebst ja selber mit Mann... ... bist selber also Queer,... ...die Lage von queeren Menschen, also Mitarbeitenden bei Otto einschätzen?
00:14:43: Wie sieht es dann so aus?
00:14:44: Mit Diversität, Diskriminierung gibt's da, gibt uns mal so ein Stimmungsbild.
00:14:49: Also
00:14:49: ich glaube das wird wie so oft im Leben immer eine Frage dessen sein... wen du fragst, mir geht es dir total gut.
00:14:56: Ich bin ja nie diskriminiert worden und ich bin hier happy.
00:14:59: Und mich kann aber nie ausschließen dass es nicht anderen Menschen anders geht.
00:15:04: All in erlebe ich dieses Unternehmen als sehr offen... ...und zugewandt und wirklich auch extrem tolerant und rücksichtsvoll.
00:15:13: Das ist aber mein persönliches Erleben.
00:15:15: Wie divers sind wir?
00:15:16: Ich finde eigentlich, dass wir relativ undiverse sind.
00:15:19: Wir sind nicht wahnsinnig international, wenn ich das irgendwie jetzt mit Big Tech oder so vergleichen habe... ...wir sind ein Hamburger Unternehmen.
00:15:27: die Unternehmenssprache ist auch heute noch Deutsch Die Anzahl internationaler KollegInnen eher überschaubar und trotzdem sind wir natürlich ein bunter Haufen.
00:15:38: Wie viele Mitarbeiter sind hier am Standort in Hamburg?
00:15:42: Also knapp vierundhalb Tausend, das reicht von bis vom Azubi bis zur Kollegin kurz vor der Rente von Menschen die vielleicht aus etwas komplexeren sozialen Verhältnissen reichen.
00:15:58: bisschen zu wohlgeborenen Kolleginnen.
00:16:03: Du hattest vor uns als More-Netzwerk erwähnt, das ist halt eines von fünf Diversitätsnetzwerken.
00:16:08: Es gibt zum Beispiel noch ein Female Netzwerk, das nennt sich Plan F es gibt einen Anti-Racism-Netzwerk und das Netzwerk
00:16:14: z.B.,
00:16:14: dass dich für so crossgenerational work einsetzt.
00:16:18: also wie vermittel ich auch Wissen von älteren Mitarbeitenden an jüngere?
00:16:23: Genau Und vieles klappt gut Manches auch nicht, wie es glaube ich immer so ist.
00:16:28: Also die Welt ist nie perfekt aber ich finde wir sind davon
00:16:31: ganz gut gesehen.
00:16:32: Aber das heißt wenn's auch solche anderen Netzwerke gibt?
00:16:34: Das würde mich unglaublich spannend wissen von älteren Generationen, die ja auch gehen oder damit verlässt ihr auch Wissen ein Unternehmen.
00:16:46: Das bedeutet für mich dass eigentlich so die Unternehmensstruktur so ist, dass man schon gewillt ist divers zu sein und möglichst viele Menschen mitzunehmen.
00:16:59: Ja, in einem Idealfall ist das so.
00:17:03: Was ich ganz schön finde.
00:17:04: also zum einen steht es allen Mitarbeitenden frei, sei's jetzt die Diversitätsdimensionen zu denen wir sprechen aber auch anderweitige Communities oder eben Netzwerke zu bilden.
00:17:14: Netzwerkarbeit... ... ist bei uns Arbeitszeit.
00:17:19: Na jetzt will ich ehrlich gesagt immer bis zu einem gewissen Punkt, ne?
00:17:21: Also wir dürfen offiziell zehn Prozent unserer Wochenarbeitszeit für Diversity-Themen aufwenden... Okay!
00:17:27: Das finde ich ziemlich stark und das muss ich jetzt auch nicht heimlich irgendwo machen sondern es ist halt ganz offiziell ... trage es mir dann noch am Ende auf den anfangs solchen Zettel ein, ja meine Arbeitszeit.
00:17:38: Und trotzdem ist glaube ich immer ein bisschen Augenmaß halt gut ne?
00:17:41: Also... Ich habe einen Dayjob da bin ich eine Communications-Leiter hier bei Otto und ich hab den Gay Job für More,... ...und das versuche ich übereinander zu legen.
00:17:51: Das machen andere Kolleginnen und Kollegen in anderen Diversitätsdimensionen halt auch uns.
00:17:56: Klappt schön diese Netzwerke sind untereinander vertrat, es gibt so'n... Bored of Diversity Networks unter dem Vorsitz unserer Personalvorständen, das einmal monatlich zusammenkommt um auch so ein bisschen intersektional zu schauen.
00:18:07: Wie können wir zwischen den Netzwerken irgendwie auch ja zusammenarbeiten?
00:18:11: Projekte aufsetzen und so weiter.
00:18:12: Ein Beispiel ich weiß gerade vor ich warte ich glaube vier Wochen oder so mit einer Kollegin aus unserem unserem Cross Generational Netzwerk Experienced heißen die Kollegen da bei unserem Onboarding, habe davor Azubis gesprochen und so ein bisschen erzählt.
00:18:28: Wie ist denn Diversity beauto?
00:18:29: Warum ist eine queere Perspektive wichtig?
00:18:31: Warum es ist irgendwie wichtig älterem Mitarbeitenden nicht automatisch als langsam verstaubt und ewig gestrich einzusortieren im Gegenteil.
00:18:40: wir haben also zum einen glaube ich manche jungen Kolleginnen, die deutlich gestriger sind als manche ältere.
00:18:45: Und wir haben alte oder ältare Menschen, die halt irgendwie einen hervorragenden Job hier machen, wo du echt traurig bist, dass sie gehen und dafür irgendwie mehr Sensibilität zu schaffen ist dann Ziel dieser Initiativen.
00:18:58: Da sprichst du so ein bisschen Widerstand an oder auch so'n Vorurteil bezüglich älterer Menschen?
00:19:05: Ist dir sowas Queera-Personen hier bei Otto mal selber begegnet?
00:19:10: Nee, mir selbst nicht.
00:19:12: Ich weiß aber zum Beispiel von einer Kollegin die ist jetzt auch echt schon viele Jahre her und das muss siebzehn, achtzehnt gewesen sein wo dann schon hinter vorgehaltener Hand auch gesagt wurde naja die ist ja um in der Frau zusammen.
00:19:26: Das war ein Riesenthema als sich zwei Tausend Achtzehn hier damals über das Diversity Management gesteuert so einen Team gefunden hat dass eine Damals noch ein richtiges Booklet herausgab, so ein Diversity Factbook hieß es glaube ich.
00:19:39: In gedruckter
00:19:40: Form?
00:19:40: Ja genau also auch die Zahlzahler schon wirklich in der Verteilung wo dann teilweise auch hohe leidende Führungskräfte drin porträtiert gewesen sind in verschiedenen Diversitätsdimensionen und sich damit in Teilen das erste Mal unternehmensöffentlich geoutet haben Und daraus am Ende witzigerweise ist dann irgendwann noch unser Netzwerk erwachsen.
00:19:59: Ja, aber das klingt jetzt ja so.
00:20:01: wenn jetzt... Wenn man das jetzt so hört, joa es ist ja irgendwie alles relativ easy du erlebst keine Diskrimination.
00:20:06: Es gab es mal, es ist relativ entspannt.
00:20:10: Warum aus deiner Sichtweise heraus oder auch aus Unternehmenssichtweisau macht das trotzdem Sinn sich noch verstärkter zu engagieren?
00:20:21: Mit Work on Out.
00:20:22: ich will gleich noch wissen wie ihr Praktisch die Welcoming Out Idee auch umsetzt bei Auto.
00:20:27: Aber mich interessiert erstmal so der Grundgedanke, warum man sagt das ist total wichtig.
00:20:32: Man könnte jetzt ja auch sagen, läuft ja alles ganz smooth.
00:20:36: Warum sag ich mal extra zehn Prozent der Arbeitszeit von den Mitarbeitern nehmen für solche Programme?
00:20:42: Warum macht man das als Unternehmen?
00:20:44: Das interessiert mich.
00:20:45: Wenn wir es nicht machen hört's glaube ich schnell auf.
00:20:48: Also Sichtbarkeit schaffen ist das eine, Sichtbarigkeit halten das andere.
00:20:52: und Übrigens, heute wer denn jeder von überzeugt dass es wichtig ist die Sichtbarkeit mindestens zu halten.
00:20:58: Idealerweise sogar noch auszubauen.
00:21:00: und weißt du?
00:21:02: Hände.
00:21:02: ich glaube bei uns ist nicht alles gut.
00:21:05: auch wir sind irgendwo repräsentativ vielleicht nicht ganz aber halt schon ein Spiegel der Gesellschaft.
00:21:12: bestimmt habe ich Menschen hier die Diversity richtig kacke finden.
00:21:16: Bestimmt habe ich menschen hier die ja vielleicht auch am rechtsextremen Rand Unterwegs und Parteien wählen.
00:21:25: Ich vermute schon, dass wir aufgrund auch des Unternehmens-Images das Wir haben und irgendwie dieser Kultur die wir leben glaube ich schon irgendwo ein Zerrbild sind und vielleicht dann eben etwas... Vielleicht nennt es jetzt mal linksbürgerlich liberaler sind als vielleicht andere.
00:21:43: aber ganz ehrlich bestimmt habe ich hier auch Menschen sitzen, die das nicht gut finden.
00:21:51: Ein Beispiel dazu Als wir im Jahr zwei Tausend neunzehn unserer queeres Netzwerk gegründet haben, haben wir am ersten Tag uns an den verschiedenen Eingangstoren und Türen hier auf diesem großen Werksgelände postiert.
00:22:04: Und haben so Schlüsselbänder in Regenbogenform ausgehend wie wir sie heute auch noch haben
00:22:09: mit so Card Holders.
00:22:11: Ja genau!
00:22:14: Eine Kollegin damals in dieser Vataal-Aktion wusste danach zu berichten dass sie auch einem Kollegen, damit sie es band ... Boot.
00:22:23: und er darauf fragt, hat das was mit Diversity zu tun?
00:22:26: Sagt er ja und erklärt ihn das.
00:22:28: Und der sagt okay vielen Dank ich möchte es dann lieber nicht haben ist dann auch gegangen.
00:22:33: Ich finde das im ersten Moment immer so ein bisschen so krass.
00:22:36: aber naja also wir sind hier irgendwie auch nicht abgekoppelt von der Realität muss man sagen.
00:22:41: Ja trotzdem ist es halt wichtig auch aus einer Unternehmensleitung herauszuzeigen dass ist hier in Safe Space.
00:22:48: Hier hat Diskriminierung keine Chance und wenn sie doch auftritt, dann sanktionieren wir.
00:22:55: Ist eigentlich eine gute Überleitung zu fragen wie ihr die Idee von Wellcoming Out umsetzt?
00:23:01: Also die eine der Möglichkeiten ist ja also die Grundidee ist ja sich auch als nicht queere Person verbündet zu zeigen mit dem Fibol.
00:23:09: Da kann man zum Beispiel als Vorgesetzter, als Kollege.
00:23:14: es gibt auf der Webseite von Wacoming Out kostenlosem Unterladen eine E-Mail Signature wo auch das Wacaming Out Logo drin ist oder man kann sich einen Button an den Anzug machen.
00:23:26: Hier trägt ja kaum noch einer Anzug.
00:23:28: bei Otto habe ich jetzt gesehen dass das alles äußerst lässig und cool hier wie macht also welchen Teil davon macht ihr das?
00:23:35: Wie nimmt man bei Otto wahr als Mitarbeitende, dass ihr Patron seid.
00:23:43: Also wir haben regelhaft zum Beispiel in einer Pride Week wo wir als Partner von Hamburg Pride unterwegs sind machen wir Verteilaktionen hier am Campus.
00:23:53: Verteilenaktion?
00:23:54: Ja, Verteillaktionen inklusive auch dieser Buttons zum Beispiel.
00:23:58: Wir haben regelhaft auch zum Beispiel diese Buttons an den Empfängen postiert.
00:24:03: Wir merken aber auch du lest dann etwas dahin da liegt es dar und liegt es da, und liegt das da.
00:24:09: Und es ist eigentlich kontraproduktiv, dass nur so durchlaufen zu lassen sondern du musst immer wieder kommunikative Spitzen auch führen und immer mal wieder und wohlgemerkt dosiert dann auch darauf hinweisen hey Leute wir sind übrigens Patreon Wir sind übrigens Partner und wir haben zum Beispiel Team Scroops also in unserem Intranet in solchen Gruppen dann genau darauf hinzuweisen, auch zu sagen hey Leute und guckt man kennt ihr schon das funktioniert gut.
00:24:37: Ich glaube viel viel wichtiger ist am Ende wirklich das Thema Allyship hier auch im Haus und auf Führungsebenen zu leben Und das gelingt uns wie ich finde eigentlich ganz gut.
00:24:50: also Stichwort allen voran.
00:24:53: Wie
00:24:53: schaffen wir es?
00:24:54: Auch ein Management als Fürsprecherin für Diversität insgesamt zu gewinnen, gar nicht mal nur explizit für Quiri-Diversität sondern für ihr Vielfalt aller Orten.
00:25:05: Unsere aktuelle Konzernpersonalvorstellungen Kati Rülfer beispielsweise ist da extrem aktiv der ist das ein Herzensanliegen Diversität sichtbar zu machen und auch Initiativen zu fördern und nach vorne zu schieben Das ist wirklich richtig cool.
00:25:23: Ich hab's hier neulich getroffen, immer noch so hey und viel läuft es bei euch.
00:25:26: Und was macht ihr eigentlich cooles beim Maw?
00:25:28: Und ich will auch mal wieder auf was auf meinem Link dazu posten.
00:25:31: Das ist halt mega geil!
00:25:32: Weil wir dadurch einfach schon sehen klar haben wir eine externe Sichtbarkeit.
00:25:36: aber man darf zum Beispiel auf einem Vorstandslinkt in wirklich überhaupt nicht unterschätzen wie sowas nach Innen wirkt oder... anderes Beispiel in der Pride Week vergangenes Jahr haben wir ein großes Diversity Statement unserer damadigen Autopersonalvorständen hier ins Haus reingespielt.
00:25:53: Also das sind dann so Sachen wo du merkst, so ja... Das schafft so'n gewisses Commitment weißt Du und macht ihr schon irgendwie auch klar.
00:26:02: hey Leute Diversität ist jetzt nicht irgendwie kleines Blümchen, was ich mir ans Rewehr hefte.
00:26:11: Sondern wir versuchen es strukturell nach vorne zu treiben.
00:26:13: Das finde ich halt wahnsinnig wichtig.
00:26:16: und eine E-Mail Signature, beispielsweise dürften wir nicht verändern haben der Konzernvorgabe.
00:26:22: Aber weißt du?
00:26:23: Ich glaube am Ende klar, eine Signatur ist wichtig und irgendwie ein Button ist toll für alle Menschen die den tragen.
00:26:30: Ich habe zum Beispiel denen an meinem Sportrucksack immer dran wenn ich da ins sehr heteronormative Gym laufe.
00:26:36: Aber irgendeine Frage direkt an dich, du hast das gerade vergessen.
00:26:40: Wie lange bist du schon im Unternehmen?
00:26:42: Na hier ist seit zehntzig neunzehn
00:26:45: und
00:26:45: in der Konzernzeit erschreckenden dreizehn Jahren.
00:26:48: Könnte es damit zusammenhängen dass du dich auch wohl fühlst weil das Unternehmen solche Diversitätsprogramme durchführt?
00:26:59: Ja ich würde noch einen Schritt weiter gehen.
00:27:02: Ich fühle mich
00:27:02: auch sowohl
00:27:03: als Arbeitgeber.
00:27:05: Nee, auf mich selber.
00:27:06: Nein!
00:27:07: Ich fühl mich tatsächlich wohl wenn ich so etwas mitgestalten kann.
00:27:10: Okay.
00:27:11: Weißt du?
00:27:12: Vielleicht eine kleine Anekdote.
00:27:14: Bevor ich zu Otto gegangen bin bei Hermes gearbeitet also unserem Konzernlogistiker und wir haben im Jahr zwei Tausend Sechzehn dort relativ kurzfristigen Aktionen entschieden.
00:27:24: Hey es ist Pride Week Es gibt diese Flacke für alle oder wie es heißt... Also die Aktion von Hamburg Pride jedes Jahr hier in Hamburg an Unternehmen, an öffentlichen Plätzen, Orten, etc.
00:27:34: fahren zu, sondern gesagt so, komm wir machen das jetzt auch mal vor unserer Hermeszentrale da kurz vor der schläfigen hohenständischen Grenze und es gab einen Riesenaufschreiter nach dem Konzern.
00:27:45: Weil positiv oder negativ?
00:27:48: Damals noch neutral aber es war zuvor lange entschieden worden ist für uns gar nicht so ein Thema.
00:27:57: also dass wir akzeptiert haben ja kein Problem.
00:28:01: Auf
00:28:01: dem Punkt will ich nämlich hinaus.
00:28:03: Das war ja auch eben meine Frage, warum lohnt sich das?
00:28:06: Warum mache ich das überhaupt?
00:28:07: Und es war eine Beweisung ganz interessant zu sehen.
00:28:09: als wir uns damals entschieden haben diese Flagge zu hissen wurde Ich wochen später einbestellt in die hiesige Konzernzentrale in der wir nun sprechen und ich hatte aber ehrlich gesagt eine total coole Runde also wo Menschen auch aus durchaus sehr hohen Führungspositionen damals von uns verstehen wollten, warum haben wir das gemacht und wie können ... das für einen Konzern auch nutzbar machen.
00:28:31: Das hat irgendwie ganz, also am Ende ehrlich gesagt... ... dass irgendwie ein Jahr später eine Autogruppe damals... ...das erste Mal in einem großen Umfanger gesagt hat wir werden jetzt Pride-Partner es am Ende auf diese kleine Flaggenaktion zurückzuführen.
00:28:42: und ich möchte jetzt nicht so weit gehen und sagen... Ohne mich hätte sie als nicht stark fantastischer Quatsch!
00:28:47: So weil ein Netzwerk funktioniert immer im Toto in den Menschen die da drin sind.
00:28:53: und trotzdem brauchst du glaube ich an manchen Weggabelungen Menschen die entweder vielleicht so'n bisschen wieder besseren Wissens oder aus bloßem Kakel bereits noch Risiken einzugehen.
00:29:06: Aber dies ist die Teilhabe, dass du auch mitmachen kannst, das mitgestalten kannst?
00:29:10: Ja
00:29:10: und weiß ja aber da freucht mich man jetzt schon noch.
00:29:12: ehrlich gesagt habe witzigerweise dieses Flakenfoto vor dieser Hermeszentrale neulich mal wiedergefunden dachte ich ach krass, wenn's heute begann...
00:29:20: Das heißt für dich wäre ein Arbeitgeber ohne all diese Initiativen Ja, dieses Engagement.
00:29:32: Alleine deswegen schon uninteressant?
00:29:35: Uninteressanter.
00:29:37: Ich finde wichtiger als Initiativen und auch ein Labeling nach außen ist wie es denn hinter den Türen wirklich funktioniert.
00:29:51: Wir haben hier zumindest in meiner Wahrnehmung das Glück dass wir uns einerseits schon noch stark nach außen positionieren und aber hier intern eben auch wirklich eine coole Kultur haben.
00:30:02: Also wie gesagt sage ich, also mögen andere anders sehen.
00:30:05: Aber ich glaube du kannst schon auch in einem Unternehmen leben.
00:30:07: das heißt dann naja wir haben momentan vielleicht auch aus politischen Gründen weil ne Muttergesellschaft in anderen Ländern irgendwie unterwegs ist können wir es halt irgendwie nicht so öffentlich leben aber wir leben trotzdem im Safe Space im Unternehmen.
00:30:19: Genau das ist nämlich eine der.
00:30:21: natürlich Wenn man die Weltpolitik verläuft, kann man das gar nicht ignorieren.
00:30:31: Wir erleben das natürlich.
00:30:32: oder Unternehmen erleben, dass durch die Trump-Regierung das natürlich Diversity Equity und Inclusion Programme kurz DI dramatisch gekürzt werden müssen oder um benannt werden müssen aus Angst dann auch vor rechtlichen Konsequenzen.
00:30:48: Und durch diese Trump Administration betrifft es in irgendeiner Form auch das Unternehmen Otto?
00:30:56: Nein!
00:30:58: vor dem Hintergrund Arbeit, dass wir eben einen deutschen Sitz haben.
00:31:00: Weißt du?
00:31:02: Aber ihr habt auch Unternehmens-Base sozusagen in den USA auch.
00:31:08: Genau und trotzdem ist aber häufig natürlich dann sehr relevant wo ist eigentlich der Hauptsitz?
00:31:15: so wie arbeiten mit vielen Unternehmen auf internationaler Ebene zusammen die durchaus genau für diesen Herausforderungen stehen.
00:31:23: weißt du manchmal Ärge ich mich dann, wenn es dann aus einer Community auch schnell dann profitiert.
00:31:29: Es war alles Pinkwash in den letzten Jahren und das geht doch nicht.
00:31:32: Und wie können jetzt irgendwie groß unter dem da alles zurückfahren?
00:31:36: Die Welt ist halt nicht eindimensional.
00:31:40: Manchen Unternehmen wird halt nichts anderes übrig bleiben als entteilen sich dann eben leider so traurig persönlich das auch finde, sich irgendwie mit einem Status quo irgendwo auch... zurechtzufinden oder zumindest zu schauen, wie kann ich das für mich so auslegen dass es dann auch wirtschaftlich gangbar wird.
00:32:00: Weißt du am Ende?
00:32:00: Ich hatte es vorhin schon einmal kurz gesagt, so ein Unternehmen ist keine NGO Es hat ein wirtschaftliches Interesse und es muss einfach so hart, dass manchmal klingt auch abgewogen werden.
00:32:11: Wie weit habe ich jetzt meine Prinzipien und ziehe die auf Teufel kommen raus durch?
00:32:18: Oh, da ist es mir vielleicht wichtiger, twenty-tausend Arbeitsplätze zu erhalten.
00:32:23: Also das ist jetzt ein sehr drastischer Vergleich aber ich möchte nur einmal sagen... So funktioniert
00:32:29: natürlich auch diese Politik wenn man sie so nennen will mit absolut großem wirtschaftlichen Druck.
00:32:34: Aber wie reagierst du denn auf so einen Vorwurf?
00:32:37: Wenn jetzt gesagt wird ja, wenn ihr das heute noch macht und dann seid ihr jetzt an der Bauer Coming Out Das ist doch immer noch nur Pinkwashing!
00:32:45: das größte Urteil eigentlich, was man fällen und was man oft hört.
00:32:54: Vielleicht hat sich das ein bisschen verändert im Zuge dieser veränderten internationalen Politik.
00:33:00: aber es gibt natürlich immer noch so diesen Vorwurf dass das nur Pinkwashing ist, was ihr macht.
00:33:10: Ist es natürlich komplett?
00:33:11: Nein!
00:33:14: Aber ich meine nicht ob du ... im beruflichen Alltag aus solchen Personen mal Begegnissen.
00:33:20: Ja, ja, klar!
00:33:22: Also die das unterschwellig oder direkt sagen?
00:33:24: Auf jeden Fall!
00:33:25: Was ist deine Antwort und was reagierst du auf diese Diskussion?
00:33:26: Leidenschaftliche
00:33:27: Diskussionen dazu geführt auch hier... ...ist die Welt nicht eindimensional.
00:33:32: also ich finde schonmal wenn ich mich beispielsweise auf einer Pride engagiere und gleichzeitig aber auch internen Strukturen habe,... ...die in diesem Fall Quirnis oder insgesamt Diversität fördern und vor allen Dingen auch schützen.
00:33:48: Und Safe Space für Menschen geht weder Couleur oder Diversitätsdimensionen schaffen, ist es für mich erst mal kein Pinkwashing weil da ist eine Struktur dahinter, das ist nicht nur bloße Werbung oder aber das bloße Anbiedern an Zielgruppen aus einem rein wirtschaftlichen Interesse.
00:34:10: so Wir müssten keine Partnerschaften mit Wellcoming Out oder Proud at Work oder Hamburg Pride machen, da würden wir auch einiges an Geld spenden.
00:34:17: Man könnte ja auch anders sagen Ingo dass das eigentlich vielleicht wenn man das heute macht sogar einen wirtschaftlichen Nachteil wäre.
00:34:23: ich finde es gibt ja so Zeiten wo die Unternehmen auch die US-Unternehmen alle präsent waren also nicht alle aber sehr präsente fahren auf Prides und so weiter.
00:34:32: und könnt ihr jetzt den Spielsumnungen um sagen seid ihr eigentlich blöd das zu machen in der Welt wirtschaftlichen Lage, jetzt noch in der Wörter die Programme.
00:34:43: Da verliert ihr doch gerade mit US-Konzernen alles Mögliche?
00:34:48: Also das ist ja vielleicht so ein Battle, der da auch grad stattfindet.
00:34:51: Wo bewegt ihr euch da?
00:34:52: Ja
00:34:53: ich finde es immer ganz interessant weil da wollte ich grade so ein Stück weit noch anschließen... Hab' ich schon wieder unterbrochen!
00:34:58: ...es steht hier mal so n Stück weit den Raum... Nein, niemals im Raum.
00:35:02: dass du von... Ich nenn's jetzt mal queeren Marketingbewusst immer profitiert und dass es ein Selbstgänger ist, das dann irgendwie der Rubel rollt um Menschen einkaufen usw.
00:35:16: Ein Beispiel wir haben sind schon eine Weile her einen TV-Spot produzieren lassen Der auch in einer Primetime lief mit einem schwulen Paar Das sich in einem Bulli am Ende dieses Films geküsst hat.
00:35:30: das Ganze wurde auf YouTube verlängert Also hat mit nicht nur positive Reaktionen gab, sondern im Gegenteil haben die negativen Reaktion weit überwogen.
00:35:42: Und wie dann diese Kommentarspalten da drunter aussehen?
00:35:44: Übrigens wir auch kommentarspalten aktuell noch auf TikTok oder LinkedIn.
00:35:48: Auf LinkedIn, sorry, auf Insta aussehen.
00:35:50: Auf linken Teilweise auch wenn wir z.B zur Pride was machen kannst du dir vorstellen also Kotzen des Smiles ist da irgendwie noch das netteste und... Da trägt für mich dann am Ende dieser Vorwurf nicht wohl wissend fairerweise, dass natürlich auch das immer eine Blase ist.
00:36:08: Aber wie ich ja da, du hast eben gesagt ihr habt hier vierenhalb Tausend Mitarbeitende in Hamburg allein und die sind Teil der Gesellschaft und die Gesellschaft hat aktuell einen starken... rechts ruck unter.
00:36:23: ich will ganz kurz was einwerfen nämlich eine kleine rubrik die wir uns ausgedacht haben hier beim welcoming out podcast Hendricks number und Ich habe nur mal für dich rausgesucht siebenundzwanzig prozent der aller befragten LSBTIQ aus deutschland sind bei der arbeit nie offen darüber dass sie queer sind.
00:36:50: das kann man auf der webseite von lsvd verband nachlesen und es ist Hintergrund ist eine Online-Studie der EU Grundrechteagentur, FRA European Union Agency for Fundamental Rights.
00:37:03: Ein langer Name und die Umfrage zwar aus dem Mai im Jahr zwanzig zeigt aber dass wirklich viele queere Personen am Arbeitsplatz nicht geoutet sind.
00:37:15: Wie sieht das bei Otto aus?
00:37:16: Was glaubst du?
00:37:17: Bestimmt auch so und so?
00:37:22: Ich weiß zu letztlich Ich habe das ja jedem Menschen erst mal freigestellt, wie out will ich auch sein und wie privat möchte ich in einem Beruf umführen.
00:37:33: Oder wie
00:37:33: kann nicht es sein?
00:37:34: Das ist ja die entscheidende
00:37:35: Frage.
00:37:36: Voll!
00:37:36: Ja genau richtig aber ich finde schon aus so dieser intrinsische Wille spielt schon eine Rolle.
00:37:42: ehrlich gesagt finde ich siebenzwanzig Prozent ist natürlich schon irgendwie krass viel.
00:37:45: Ich hätte gesagt höher eingeschätzt muss ich sagen also wäre eher so bei vierzig Prozent in der Schätzung.
00:37:51: Das ist jetzt hier, das
00:37:52: bezieht
00:37:53: sich.
00:37:53: Da sind siebzehntausend Menschen befragt worden online und sind also auch nur siebzentausend menschen.
00:38:00: ich habe so Zoologie studiert und weiß wie statistisch funktioniert.
00:38:03: es ist immerhin aber es ist natürlich da dass sicherlich jetzt keine.
00:38:07: es ist auf eine art natürlich repräsentativ aber wenn's ja es kann sich auch.
00:38:12: natürlich kann sich kann auch woanders mehr oder weniger sein.
00:38:16: wir haben ganz safe kolleginnen die sich hier nicht outen, aus welchem Beweggrund am Ende immer.
00:38:22: Ich finde auch du kannst nur bis zu einem gewissen Punktenrahmen geben und irgendwie den Menschen vermitteln so hey es wird und darf dir hier nichts zum Nachteil gereichen wenn du dich als Queer-out hast, freilich musst du's nicht!
00:38:37: Es gibt aus unserem Netzwerk heraus quasi ein anonym nutzbares Postfach wo ich mich dran wenden kann wenn ich zb Unterstützung benötige, wenn ich sprechen möchte.
00:38:52: Also wir haben auch einen offiziellen Antidiskriminierungsbeauftragten im Betriebsrat.
00:38:55: aber das ist natürlich was anderes, wenn du mit der queeren Person sprichst.
00:38:58: Ein anonymes Postfach?
00:38:59: Ist es dann per E-Mail oder richtig handschriftlich noch dass man so ganz anonym
00:39:05: bleibt?
00:39:06: Genau, aber unter der Zusicherung einer Vertraulichkeit.
00:39:09: Also wir können es halt technisch nicht hier abbilden, weißt du?
00:39:13: Es geht eben ja schon über deinen Account, aber es bleibt da in einem vertraulichen Kreis ähnlich als wenn ich jetzt zur Betriebszeit gehe.
00:39:18: muss man sich das so vorstellen.
00:39:19: Aber wir sind der Überzeugung dass es gerade wenn Du als queere Person womöglich auch queere Diskriminierung erfährst oder über Situation sprechen möchtest hast du, glaube ich ein besseres Surrounding wenn du mit queeren Personen sprichst und halt nicht random mit einem Antidiskriminierungsbeauftragenden Betriebser so wichtig der ist.
00:39:40: So aber da hast du glaube ich eine andere Nähe.
00:39:43: uns erreichen da selten aber uns erreichen auch dazu Schriften kann jetzt nicht auch in Detail überall weitergehen Aber wir haben beispielsweise gerade kürzlich eine Person gehabt die sich jetzt in Transition befindet und sie sich gerne beraten lassen wollen, würde über unser Netzwerk.
00:40:02: Wie geht Sie das mit Ihrem Det-Naming beispielsweise an?
00:40:06: Wie kann Sie Ihre E-Mail Adresse ändern lassen?
00:40:10: Wie informiert Sie eine Führungskraft darüber?
00:40:13: oder einfach um da in so einem... Ja vielleicht auch mal einen Austausch zu gehen Menschen aus der Community, die trotzdem in diesem Arbeitsumfeld sind.
00:40:24: Ich glaube ehrlich gesagt diese Wirken dieser Netzwerke ist wirklich nicht zu unterschätzen.
00:40:27: Also du hast eine Anlaufstelle?
00:40:29: Du weißt irgendwie übrigens auch wenn ich hier anfange und ich lerne in so einem Onwarding ach guck mal gegen queeres Netzwerk das macht ja was mit dir.
00:40:36: Ja.
00:40:37: Also alleine diese bloße Präsenz ist übrigens dann auch ähnlich, wenn so ein Wellcoming Out-Button am Empfang liegt oder ich hier irgendwie reinkomme in der Pride League und bekomme Regenbogen Schlüsselbänder und Buttons geflyert.
00:40:48: Macht das was mit den Menschen?
00:40:50: Und die können das trotzdem doof werden von Land zum Papierkorb?
00:40:52: Okay sorry war dann schöner Versuch wert.
00:40:54: Ciao!
00:40:55: Aber insgesamt macht das halt was mit dem Weib.
00:40:57: Und übrigens ganz witzig einst noch, ich weiß dich... Ich hab so die Fragen eigentlich
00:41:01: irgendwo aber in
00:41:02: dieser Lennjahr also diese Schlüsselbänder, die wir verteilt haben.
00:41:05: Also ihr müsst euch vorstellen, dass jeder hat halt so eine so eine mitarbeitenden Karte mit einem Bild drauf oder so und da kannst du es auch bezahlen Wenn du hier mal in der Mittagspause bei einem Campus lausst, die so viele Regenbogen schlüsse werden.
00:41:17: Das kann man jetzt alles belächeln!
00:41:18: Man kann sagen das ist totaler Quatsch und ich gebe dir Briefunsiegel.
00:41:22: wahrscheinlich ist es in vier von fünf deutschen Unternehmen mitnichten so dass sowas dort überhaupt geflyert werden dürfte.
00:41:28: oder macht was mit dem Vibe?
00:41:31: Hast Du da auch mal ganz schöne und positive Reaktionen drauf bekommen, dass ihr euch zum Beispiel während der Pride und das sonst für Wellcoming Out engagiert?
00:41:42: Ja Also ehrlich gesagt die tollsten Feedbacks, ich glaube das liegt dann aber auch immer so an der Situation haben wir jedes Jahr auf der Pride.
00:41:51: Weil das natürlich schon für die Menschen, die da auf dem Fahrzeug sind, das sind eigentlich ausnahmslos Auto-Mitarbeitende ist das was ganz Besonderes.
00:42:00: Das ist ein ganz besonderer Moment des Zusammenstehens, des Zusammenkommens und des ausgelassenen Feins und des französischen Pricklwassers.
00:42:06: Ah nee wobei es italienisch ist... Ist da überhaupt
00:42:11: Alkohol drauf erlaubt?
00:42:13: Nee, ist doch
00:42:14: gar nicht.
00:42:20: Das macht ganz viel und zwar hierarchieübergreifend.
00:42:24: wir haben eigentlich jedes Jahr ich glaube einmal einmal ging es irgendwie aufgrund von Krankheit nicht immer mindestens eine Vorstandsperson auch mit an Bord und das übrigens auch zu sehen wie plötzlich.
00:42:35: Letztes Jahr war es ganz süß, bei unseren neuen Personalvorstellungen mit am Board.
00:42:38: Es hat im Ström gerät und sie stand in ihrem kleinen blauen Plastikregenkäb und hat irgendwie zu Katy Perry gefeiert.
00:42:45: Das fand ich schon ganz süss!
00:42:46: Das macht halt.
00:42:46: was also mit dem Zusammenhalt um mit auch einem Zeichen nach außen und da kriegen wir so tolle Feedbacks drauf und das zieht sich am Ende über andere Aktionen hinweg.
00:42:59: Ja, das freut mich irgendwie.
00:43:00: Das ist echt gut.
00:43:01: Ferrarweise muss man aber halt auch sagen ich muss immer ein bisschen aufpassen dass sich irgendwie Menschen nicht am Ende auch überbombadieren mit Diversitäts- oder Queerness-Themen.
00:43:12: jeglicher Kohleur.
00:43:13: also wir merken halt schon eine gewisse Diversity Fatigue wenn du es halt zu weit treibst und denkst schon wieder die mit ihrem Netzwerk.
00:43:22: Der Keyword
00:43:23: ist Kommunikation wie auch immer Führungsposition da eine Vorbildrolle absolut übernehmen.
00:43:33: Absolut.
00:43:34: also ich glaube ein Netzwerk in Unternehmen kann vor allen Dingen dann erfolgreich sein, wenn das horizontal wie vertikal bunt und vielfältig aufgestellt ist.
00:43:43: Und idealerweise hast du Menschen da drinnen die hohe Führungspositionen besetzen wir sie häufig.
00:43:47: also gerade in so einem großen Geschäft wirds.
00:43:49: Wie Otto ist natürlich der Zugang dann zu einer Management einfach leichter?
00:43:52: Ist es einfach so?
00:43:53: Ja aber bei uns gibt es Hierarchie und man würde es nicht funktionieren.
00:43:56: Trotzdem brauchst du irgendwo auch in einer breiten Vielfalt weil ganz viele unterschiedliche Wissen, unterschiedliche Ja, auch unterschiedlichstens können damit zusammenkommen.
00:44:06: Und das macht so ein Netzwerk stark.
00:44:08: und weißt du was man dann zusammenschaffen kann?
00:44:11: Und was man denn aber auch als Rewards-und Rückmeldung machen ist schon echt cool.
00:44:15: Es
00:44:15: gibt ja einen besonderen Moment ohne den Namen der Person zu nennen an denen du dich erinnerst dass es da irgendwie ein ganz schönes Feedback gab, dass ihr euch einsetzt für queere Menschen?
00:44:28: Was ich ganz süß fand war, als wir uns dieses echt schon Jahre jetzt her zum Jahr zwei tausend neunzehn in dem Mornenetzwerk gegründet haben hat uns unser Cantina, also unser House Catering so eine riesengroße Rainbow-Torte gebacken.
00:44:44: Also echt riesengros!
00:44:46: Da backen lassen wahrscheinlich fairerweise aber... Es gab auf jeden Fall eine riesengroße Torte und unsere Personalvorstände hat es sich nicht nehmen, dass er gesagt hat ich will das Ding anschneiden.
00:44:56: Ich finde's SO cool Es hier endlich ein queeres Netzwerk gibt.
00:45:00: Ich habe mich schon so lange gefragt, warum es das eigentlich nicht gibt und ich finde es richtig, richtig toll und meine Unterstützung habt
00:45:06: ihr.".
00:45:06: Und das war ehrlich gesagt dieser Vibe in diesen ersten zwei Tagen.
00:45:10: damals war echt krass weil so viele Menschen angekommen sind.
00:45:13: Man hat gesagt, aber das ist so cool!
00:45:15: Wir freuen uns voll vor, wie können wir euch supporten?
00:45:17: So fairerweise muss man sagen aus so einer Anfangsäuphorie wird auch dort immer einen Alltag.
00:45:23: Das glaube ich auch normal auf... auf Netzwerken, auf Ehrenamt whatever.
00:45:27: Und trotzdem sind das... Wir haben immer wieder so Peaks und das freut mich voll!
00:45:31: Aber wie wenn Sie jetzt Unternehmen zuhören vielleicht oder die sich überlegen auch finde ich gut.
00:45:36: aber wie hält man dann so über eine Zeit ein gewisses Level an Engagement, an Interesse auch an diesen Themen?
00:45:45: Du sagst, es gibt Peaks oder Fatigue.
00:45:49: Aber wir machen das jetzt schon eine Weile mit vielen anderen Netzwerken auch und du bist eben Kommunikations-Experte.
00:45:55: Auch vielleicht intern.
00:45:57: gibt uns mal so ein Tipp wie man dieses Interesse hält an so einem Thema?
00:46:01: Also die ehrliche Antwort zu Helds ist nie komplett dauerhaft weil alles in Wellen geht und es hängt einfach sehr stark an einzelnen Akteurinnen ... präsent du so ein Thema halten kannst.
00:46:13: Ich finde gerade in so einem Netzwerk Gedanken, wo halt alle ihren Dayjob und ihren Gay Job haben... Und der Dayjob?
00:46:19: Das ist eine schöne Wortschöpfung an dieser Stelle!
00:46:23: Der
00:46:23: Dayjob muss natürlich vorgehen weil dafür bin ich am Ende hier und für den werde ich bezahlt.
00:46:27: Wenn mein Dayjob aber vielleicht in sehr komplexen und arbeitsreichen Phasen sehr viel Energie von mir verlangt Den ich dann wirklich noch in der Lage zuhört, sich Energien so ein Thema zu investieren.
00:46:40: Auch ich habe Phasen nicht mehr gebar.
00:46:41: Ich kann eigentlich gerade gar nicht so wie ich wollen würde und schraub es runter.
00:46:45: Ich glaube das geht allen so.
00:46:46: Und dann hast du aber wieder Phasens wo's hochgeht.
00:46:50: Das hängt an am Ende schon A natürlich an den Rahmenbedingungen und B an den Menschen.
00:46:55: also wir haben gerade letztes Jahr zum einer großen Trauer einen langjährigen Kollegen hier gehen lassen.
00:47:04: Ja wir müssen er durfte gehen, weil auch einen ganz tollen neuen Job gemacht haben.
00:47:07: Ich freue mich mega.
00:47:07: für den.
00:47:08: aber weißt du das war bei uns in unserem Netzwerk so der Organerd, der irgendwie die Termine gemacht hat und immer so ein E-Misch noch Dit einflegen und Dit einpflegen und das ist aktuell... Noch eine Lehrstelle, die wir nicht so wieder haben finden können.
00:47:21: Weil das sind natürlich... Es gibt
00:47:22: Arbeits-Jobs bei Autorei.
00:47:23: Ja, wenn du... Richtig!
00:47:25: ...wir stunden die Woche händrig.
00:47:27: Ja.
00:47:27: Welcome to Join us.
00:47:29: Genau.
00:47:31: Wer weiß, wann der Podcast rauskommt?
00:47:32: Vielleicht ist die Stelle schon besetzt aber vielleicht gibt es ja noch was anderes.
00:47:36: Aber
00:47:37: ich habe das gar zu angesprochen Wenn das jetzt hier jemand hört, der ein Unternehmen selber hat oder in einem Unternehmen ist.
00:47:46: Also Work-Coming Out kann man ja überall einsetzen.
00:47:48: also das kann man auch im Verein oder einfach als Privatperson umsetzen mit diesem Symbol.
00:47:53: aber wenn wir jetzt mal auf dieses unternehmerische gucken und wenn sich jetzt jemand überlegt finde ich spannend aber ich weiß noch nicht so genau gib uns mal der jenigen Person, die das jetzt hört mal so ein Tipp mit.
00:48:08: Warum man als Unternehmen unbedingt vielleicht Patron werden sollte oder zumindestens die Buttons zeigen sollte sich also solidarisch mit queer Menschen zeigen sollte und welcoming out unterstützen sollte?
00:48:20: Also
00:48:21: grundsätzlich!
00:48:22: Und das gilt für Initiativen wie welcoming-out aber auch für andere Belange bin ich der großen Überzeugung mach doch einfach mal fangt doch mal an.
00:48:32: Also es ist doch ein leichtes zu sagen, ich unterstütze We're Coming Out als kleines mittelständisches großes Unternehmen mit einem Betrag der jetzt vermutlich auch niemandem wirklich weh tut und lege diese Buttons aus und kommuniziere dazu mal nach intern.
00:48:49: Was habe ich denn zu verlieren?
00:48:51: Ich muss das vielleicht zu Beginn ein bisschen steuern und ein bisschen gucken.
00:48:57: wie sind dann Rückmeldungen?
00:49:01: Idealerweise ein Backing aus dem Vorstand, weil wenn das nicht da ist es halt Mist.
00:49:05: Da bin ich wieder bei der Kultur.
00:49:06: Aber irgendwo muss man anfangen und ich erlebe ganz häufig auch wenn wir aus einem Netzwerk mit anderen Unternehmungen sprechen die genau vor diesen Schritt stehen immer so ein bisschen so diesen Effekt wie das Kaninchen vor der Schlange.
00:49:19: Oh Gott!
00:49:20: Wir wissen gar nicht wo wir anfangen können... Einmal zurückgetrocknet,
00:49:24: wenn man es lange nicht gemacht hat.
00:49:25: Das habe ich auch wieder einfach mal wieder anfangen.
00:49:28: Ja und ich bin da bei der Fahne die wir übrigens jetzt vor genau zehn Jahren.
00:49:34: in der Pride Week vor dem Hermesgebäude gehisst haben.
00:49:37: Wir haben es dann einfach mal gemacht, wir haben Interviews in unserem damaligen Newsroom-Geschäft mit der Personalreferentin die einfach gesagt hat warum sie das wichtig findet?
00:49:45: Warum ihrer Meinung nach Unternehmen sich Profilfalt engagieren und sichtbar zeigen sollten.
00:49:50: so und das hat am Ende so eine Welle ausgesucht und es war einfach nur diese kleine Flagge.
00:49:56: Und wer anfängt bei Welcomeing Out ... zu supporten, Buttons auszulegen.
00:50:00: Vielleicht mal in der Pride Week so ein Banner hochzuziehen?
00:50:04: All das sind kleine... ... Kleine Anfänge, aus denen vieles erwachsen kann ich mir mal ganz ehrlich wenn nicht wirklich wieder erwarten feststellen sollte meine Belegschaft läuft mich ja am Org ist das ja vielleicht auch erst mal ein kulturelles Zeichen und sagen kann okay was kann ich vielleicht oder muss ich vielleicht auch mal an meiner Unternehmenskultur
00:50:21: antassen um
00:50:21: im Jahr zwanzig sechsundzwanzig zu landen.
00:50:25: Ich kann das ehrlich gesagt nur empfehlen und wirklich einfach mal machen, es klingt immer so doof.
00:50:29: Aber ich glaube irgendwie so wir Deutschen, ehrlich gesagt dann teilweise auch die deutsche Wirtschaft krankt echt da dran, irgendwie alles zu Tode zu bürokratisieren x-fach zu durchdenken.
00:50:39: und
00:50:40: aber es herrschen natürlich gerade wirtschaftlich raue Zeiten in Deutschland.
00:50:44: Ich glaube auch wenn ihr das gerade hört geht das durch die Nachrichten.
00:50:50: Die wirtschaftliche Lage, die Autobauer in Deutschland ist es Alles alles.
00:50:53: die Stimmung scheint So schlecht.
00:50:57: Ich weiß, es ist ja gar nicht.
00:50:58: Das weiß man auch immer nicht.
00:51:01: Warum dann noch auf Diversity setzen?
00:51:05: Ich frage das einfach mal so etwas kätzlerisch sozusagen weil man könnte ja sagen Gott wir haben jetzt wirklich was anderes zu tun.
00:51:13: Jetzt sind wir hier Zulieferer von Volkswagen und jetzt geht's hier um was ganz anderes.
00:51:18: Warum macht das trotzdem Sinn sowas zu tun
00:51:21: ... weil wir in einer Demokratie Leben und Menschenrechte haben, ist glaube ich die einzige richtige Antwort.
00:51:29: Also... Ich finde da hinweg das sind total valide Punkte.
00:51:33: Also ich glaube gerade in großen Unternehmen wo große Lehrfällen anstehen, haben Menschen ganz andere...
00:51:39: Wo groß was für Wellen ansteht?
00:51:41: Also
00:51:42: entschuldige bitte!
00:51:42: Das
00:51:43: war jetzt so ein Fassball.
00:51:44: Abbau, ab Bau.
00:51:44: Ja genau, Abbau.
00:51:46: Das war mein nettes Wort dafür, ne?
00:51:47: Programme
00:51:48: laufen.
00:51:49: ist das, natürlich gibt es Menschen die ganz andere Sorgen oder womögliche Existenzängste haben und dass es richtig und wichtig dem zuzuhören.
00:51:59: Und trotzdem halte ich es für grundverkehrt dem alles unterzuordnen und sich nur noch auf all das zu fokussieren was nicht funktioniert.
00:52:09: Was soll das?
00:52:09: Also guckt bitte nach vorne behaltet Initiativen bei.
00:52:13: und nochmal wir haben hier in diesem Land eine Verfassung Menschenrechte zum Glück beinhaltet und es ist unsere verdammte Pflicht, insbesondere in einem erwachsenen Rechtsextremenrand das immer wieder klar zu benennen.
00:52:31: Und zu sagen dass wir für Vielfalt, dass wir Für menschenrechte und dass Wir für Individuen einstehen egal an wen sie glauben wenn Sie lieben wie sie aussehen ob sie Einbein mehr oder weniger haben.
00:52:46: Wir sind auch irgendwie am Ende alles Menschen und übrigens sind wir das auch in einem sozialen Konstrukt wie allem Unternehmen.
00:52:53: Und
00:52:54: um es auf dich zu beziehen, weil du machst offensichtlich eine ganz hervorragende Arbeit in deinem Job und bist auch gerne bei dem Arbeitgeber, um vielleicht auch so tolle Menschen wie Ingo Bertramm zu halten, dass die nicht sagen schwupps ich bin woanders?
00:53:09: Mit dir würde ich natürlich überall hingehen.
00:53:13: Nein, da wird das schon recht.
00:53:14: Also klar hilft das auch bei einer mitarbeitenden Bindung wobei sicherlich kannst du dann da auch argumentieren...
00:53:19: Ist jetzt nur eine ist nur eine Vollsichtweise auf das Thema.
00:53:24: aber habe ich gerade gedacht es wäre ja schade wenn ich jetzt Ingo Bertram verliere der hier offensichtlich schon seit Jahren einen guten Job machen.
00:53:31: Genau, aber ich finde halt Ja das stimmt.
00:53:33: und trotzdem Ich finde, du musst es insofern noch mal weiter denken.
00:53:38: Ich habe vor ich weiß gar nicht wann das war zwei Jahren oder so auf einem auf einer Panel Diskussion von Hamburg Pride gesessen und wir hatten da eine sehr...ich nenne es jetzt mal vorsichtig lebhafte Diskussion darüber dass wenn es denn Unternehmungen so wichtig sei für Vielfalt auch nach außen einzustehen warum man den dann noch sein Logo darauf drucken müsse.
00:54:02: die Botschaft zum Beispiel an so eine Hamburg Pride Truck alleine wäre doch ausreichend.
00:54:08: Und das sehe ich nicht so, weil natürlich eine Marke wie Otto oder andere große Marken wie z.B.
00:54:15: in der Hassbar, die ja auch irgendwie stark auf dem Pride ist am Ende doch Hamburger
00:54:19: Sparkasse für alle, die das nicht aus Hamburg kommen und nicht kennen was Hassbeißt.
00:54:24: Ja genau,
00:54:25: ich bin schon sehr hamburggebeist merklich.
00:54:28: Wir gehen da mit dem Podcast in die Welt Ingo.
00:54:34: solche Markennamen verstärken eine Botschaft.
00:54:37: Und Oma Erna, die vielleicht noch früher in unserem längst eingestellten Autokatalog geblättert hat und dann ist sie so ach so ach guck mal ach die machen das auch.
00:54:47: oder findet ihr jetzt entweder blöd?
00:54:49: Und kauft dann vielleicht bei der US-Konkurrenz dessen Namen wir nicht nennen?
00:54:54: Oder sagt sie ja, finde ich eigentlich, finde ganz interessant beschäftige ich mir mit!
00:54:58: Oder verliert vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle.
00:55:02: Ich wollte gerade sagen die Scheue, das ist jetzt vielleicht ein bisschen hart ausgedrückt.
00:55:05: Aber weißt du?
00:55:08: Wenn die das jetzt irgendwie auch so unterstützen dann kann das ja nichts Schlechtes sein!
00:55:11: Das klingt so profan aber ich mein überleg mal unser Land ist so vielfältig und unterschiedlich.
00:55:16: wir gucken hier aus einer Großstadtbubble drauf... Das ist nicht die Bevölkerung in diesem Land.
00:55:25: Das heißt, es strahlt auch in meine Heimat ins Sauerland rein.
00:55:27: Ideal oder was?
00:55:28: Ja!
00:55:30: Ich habe mir noch eine lustige Rubrik ausgedacht für diesen Wellcoming Out Podcast.
00:55:35: Ich möchte ja nicht dass du hier deinen Coming-Out hast also hattest du eh schon glaube ich in deinem Leben aber die so Brick heißt Ingo Bertrands Nicht Coming out.
00:55:43: Das hab' ich dir mitgeteilt vorher.
00:55:46: Dir eine Sache zu überlegen, die du vielleicht ein bisschen peinlich und komisch findest.
00:55:53: noch nie jemanden, der zumindest öffentlich gestanden hast.
00:56:03: Raus mit der Sprache Ingo was wird zu sagen?
00:56:05: Was ist so dein Laster?
00:56:08: Dein geheimes Fable, das dir vielleicht ein bisschen peinlich ist und wir sind jetzt alle ganz gespannt.
00:56:16: Ich bin damals schuld gewesen dass unser Wellensittich entflogen ist Der die Ringnummer Null Null Sieben trug und wir tauchten ihn auf.
00:56:25: Bondi
00:56:27: Die Geschichte ist ernst jetzt, oder?
00:56:28: Ja,
00:56:28: das ist ein No-Joke.
00:56:29: Ich weiß nicht mehr wie alt ich da war, zehn oder so, aber... ...ich dachte, ah!
00:56:34: Und der war auch immer ganz zahm und er saß nur überall und ich dachte, ach komm wir können mit dem mal auf den Balkon gehen und dann ist er leider
00:56:41: weggeflogen.
00:56:42: Wie alt warst du da?
00:56:43: Ich glaube zu zehn oder elf, das war für mich auf jeden Fall ein großer Schock.
00:56:46: Als er dann irgendwie zu den Nachbarn herüberflog und wir fanden ihn dann kurz... Also wir haben ihn wiedergefunden aber leider mit irgendeinem angebrochenen Flügel und irgende einem gebrochene Bäume muss der dann leider eingeschlefert werden.
00:56:57: Wie alt war denn Bondi?
00:56:59: So sieben oder so sechs?
00:57:00: Ja, ich hatte früher auch Wellensittich, während die so alt, ich verinnere es gar nicht mehr.
00:57:04: Das ist aber wirklich eine sehr private und fast traurige Geschichte an dieser Stelle.
00:57:09: Ja,
00:57:09: dass kann ich ruhig jetzt aber bei Eddie alles wieder gutzumachen!
00:57:13: an Bondi.
00:57:14: Oh Mann, also ja gut das ist tatsächlich... Also
00:57:17: fast die Tränen?
00:57:17: Ja wir
00:57:18: auch!
00:57:19: Das ist ja ganz anruhend.
00:57:22: Leute passt auf eure Haustiere auf.
00:57:25: und Ingo das war bislang ein schönes Gespräch mit dir.
00:57:30: ich möchte nochmal zum Abschluss vielleicht noch mal so einen Blick Welcome Out Otto.
00:57:36: nochmal so dein Tipp an Mitarbeitende da draußen, die das jetzt hören.
00:57:42: Die sagen man ich bin vielleicht... Ich bin queer oder ich bin ein straight ally und ich fände es toll wenn mein Unternehmen so was machen würde.
00:57:53: Was gibst du diesen Menschen an die Hand?
00:57:55: Wie gehen sie denn zum Beispiel zum Vorgesetzten wo man vielleicht ein bisschen das Bedenken hat dass er das kritisch findet weil er eben nicht queer ist sondern straight.
00:58:05: Was gibt's zu diesem Menschen als Tipp mit?
00:58:09: Also liebe Kolleginnen und Kollegen, wen ihr noch keinen Wellcoming Out-Button haben solltet.
00:58:15: Und verpasst habt den in einer der letzten Aktionen euch zu sichern?
00:58:19: Ihr findet immer noch welche vorne am Empfang, am Hauptgebäude.
00:58:25: das als kleiner Tipp... Das
00:58:27: war jetzt aber
00:58:28: für die Automitarbeitenden!
00:58:32: So und darüber hinaus kann ich einfach grundsätzlich den Tipp geben.
00:58:39: Also klar, je nachdem wie Komoto dich fühlst.
00:58:46: Steh halt zu dem wie du bist.
00:58:47: also ich glaube... Du kannst immer nur so authentisch und übrigens dann auch mit Blick auf eine Arbeit weil es ist hier irgendwie alles kein Bulbink oder wir machen ja auch einen Job.
00:59:00: Du kannst in deinem Job nur gut und auch effizient sein wenn du die Person bist die du bist und dich nicht verstellen musst Die ganze Zeit, die ihr Geschichten ausdenken muss um dich irgendwie zu verstehen.
00:59:16: Es kostet sich so viel Energie und übrigens auch... Also die typische
00:59:19: Wochenendfrage was hast du denn am Wochenende gemacht?
00:59:21: Arbeitskraft!
00:59:22: Genau also wenn ich ganz hart drauf blicke.
00:59:24: aus einer Führungsrolle heraus ist es doch irgendwie das Wichtigste dass ich irgendwie dafür sorgen muss dass meine Menschen happy und effizient sind hier in dem was sie tun.
00:59:36: ja werden nicht hundertprozent effizient sein, wenn sie vierzig Prozent Energie auf ein Versteckspiel aufwenden müssen.
00:59:43: Und deshalb ist es so wichtig zu demzustehen wie ich bin und das irgendwie vielleicht nicht unbedingt... Also dann ist es ein bisschen ein eigener Wunsch, dass jetzt wie eine Monstrance wo mir her trage oder einfach so'n Stück weit unterschwellig mittragen aber steht zu euch zeigt euch offen.
01:00:06: Und übrigens alle Menschen, die nicht queer sind und ich meine das ist ja so ein Unternehmen auch in der Sumpa sollte man sollte man denken.
01:00:15: Ich finde es mal so bisschen schwierig jetzt so seit immer nett zu Menschen die sich bei euch outen oder aber seid doch offen.
01:00:21: Also manchmal
01:00:22: ist vielleicht
01:00:23: schon einfach ein gutes Framing auch in Kennenlerngesprächen schon eine gewisse Offenheit für Diversität ... jeglicher Couleur im wahrsten Sinne das Wort ist irgendwie zu zeigen.
01:00:37: Ich glaube, dass gibt schon ganz viel.
01:00:40: Aber drängelt halt auch die Leute nicht.
01:00:41: Also ich fände es jetzt irgendwie auch total shady... ...jetzt eine Führungstraße und-und-und.
01:00:46: also da würde ich auch denken so ne will ich jetzt nicht... Das
01:00:48: Outing?
01:00:49: Genau!
01:00:49: Also aus einem bisschen weißte guter Menschenverstand.
01:00:53: Fingerspitze.
01:00:54: So hat wie Empathie vielleicht auch noch ganz gut.
01:00:57: Damit ist schon viel geholfen.
01:00:59: Ja,
01:01:00: ich finde das fast ... diese Podcast-Folge perfekt zusammen, wie du es grad beschrieben hast.
01:01:06: Und damit sind wir angekommen... ...
01:01:08: beim französischen Pricklwasser!
01:01:11: Der Kreis schließt dich vielleicht?
01:01:12: Wer weiß
01:01:12: genau?!
01:01:14: Was war das?
01:01:14: Käse und Franzbrötchen?
01:01:16: Also ich esse ja keinen Zucker aber Franz Brötchen ist schon wirklich das Beste an süßigkeit also an Kuchen.
01:01:22: Ich liebe es, eignet sich auch super übrigens auf dem Pride Truck so als Snack zwischendrin.
01:01:27: Also ist ja bald wieder Pride.
01:01:29: also insofern
01:01:30: Ja aber bei Pride... Es hat natürlich aus so einem Franz Brötchen eine Milliarde Kalorien?
01:01:35: Das darf man nicht unterschätzen.
01:01:37: Nein was ich sagen wollte wir sind angekommen Bei einer der lustigsten Rubriken glaube ich in der ganzen Podcastwelt.
01:01:44: Hendrik Setze beenden Die weißt du auch nicht Ingo
01:01:54: War das schon der erste Satz?
01:01:57: Ingo und ich fahre die Zugurung zu, müssen wir mal ein bisschen schäme schlafen.
01:02:00: Weil wir uns natürlich kennengelernt haben als ich in meiner Comedyrolle war.
01:02:04: Und es ist dann schon was anderes... Ich habe ganz
01:02:07: viele Schlüpfe auf die Bühne geworden!
01:02:09: Ja
01:02:09: zum Beispiel genau!
01:02:10: Nein los geht's mit dem ersten Satz Ingo.
01:02:13: Ein Unternehmen ohne queere Menschen ist
01:02:17: ziemlich Fade.
01:02:19: Für einen Arbeitgeber lohnt es sich eine queerfreundliche Umgebung zu schaffen, weil...
01:02:25: Es damit viel bunter und netter wird.
01:02:28: Mein bestes Argument gegen Queerfeindlichkeit lautet...
01:02:38: Da habe ich eigentlich ganz viele!
01:02:40: Das ist ja auch im ganzen... Also ihr könnt jetzt rückspulen in dieser Folge, das hast du ja schon gesagt natürlich?
01:02:46: Ja mein bestes argument gegen Queervreundlichkeit lautet haltet die Augen offen und achtet auf euch.
01:02:55: heterosexuelle und queere Menschen haben eines gemeinsam.
01:02:59: Und zwar,
01:03:01: sie sind alles menschen.
01:03:03: Otto ist gerne patron von welcoming out weil
01:03:08: wir Vanessa und Markus die diese Initiative vor langen gegründet haben persönlich sehr schätzt und wie er wirklich davon überzeugt sind das welcoming Out eine tolle und unterstützenswerte initiative Kampagne ist dies hoffentlich auch über Hamburg hinaus schafft, in viele andere Städte zu wirken.
01:03:29: Viele Menschen mitzunehmen und viel vielleicht auch zum Umdenken und zum Hinterfragen anzuregen insbesondere bei Menschen die nicht queer sind.
01:03:40: Das ist das leider heute noch immer Bedarf.
01:03:43: Vielen Dank nochmal Vanessa und Markus für diese Initiative.
01:03:45: Ich finde es wirklich ganz toll!
01:03:46: Wir danken Otto dass wir hier sein durften für dieses tolle Podcastgespräch.
01:03:52: Ingo Bertram, Head of External Communications in Bay Otto.
01:03:55: War ein tolles Gespräch!
01:03:56: Vielen vielen Dank wenn es für deine Zeit und für deinen Insights.
01:04:00: Und vor allen Dingen auch Tipps, glaube ich, für viele die zugehört haben, sei es Mitarbeitende oder selber Unternehmensleiter, Leiterinnen, die was mitnehmen können.
01:04:12: Wenn euch diese Folge gefallen hat dann teilt sie in die Welt hinaus.
01:04:16: schickt die eurem Vorgesetzten eurer Mama, eurer Oma oder Nachbarin oder Schwester oder eurem Wellensittich.
01:04:23: Grüße nochmal an Bonny, an dieser Stelle.
01:04:26: Und folgt natürlich Wellcoming Out bei Instagram zum Beispiel at WellcomingOut und ich sage damit Dankeschön!
01:04:33: Und wenn ihr weiter hören wollt bleibt gleich dran.
01:04:37: es geht in dieser Staffel weiter mit der nächsten Podcastfolge von Wellcoming out Podcast Tschüss.
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