Maryam Blumenthal: Politik mit Haltung

Shownotes

Ein Gespräch mit Hamburgs Senatorin für Gleichstellung: Maryam Blumenthal ist seit Mai 2025 Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg – und Schirmherrin von WELCOMING OUT. Mit Hendrik Menken spricht sie über queere Politik in Hamburg, ihr klares Versprechen, keine Schritte zurückzugehen – und was echte Gleichstellung über Gesetze hinaus bedeutet. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie politischer Wandel für die Community aussieht.

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00:00:05: Ich hoffe sehr, dass ich dieses Versprechen einhalten kann.

00:00:09: Dass wir hier in Hamburg wirklich keinen Schritt zurückgehen und das wir an unserem Weg festhalten all die Projekte, die wir auf den Weg gebracht haben wirklich auch in Zukunft sozusagen.

00:00:20: Hallo!

00:00:21: Ich bin Henrik Menken und begrüße euch zum Wellcoming Out-Podcast der Plattform für alle queeringt und nicht queeren Menschen, die mich mitreden möchten wenn es um die Themen geht wie das Coming out, queeres Leben menschliches Miteinander und eben auch das Wellcomingout.

00:00:38: und WellcomingOut ist natürlich eine Wortschöpfung aus Welcome und Coming.

00:00:44: Welcoming Out.

00:00:46: Wiederum ist eine Initiative, eine gemeinnützige Initiative die das klassische Coming-Out eben umdreht.

00:00:52: nicht die queeren Menschen müssen einen oft angstbesetzten ersten Schritt machen sondern Das Umfeld.

00:00:58: menschen wie du und ich zeigen sich mit einem symbol proaktiv verbündet und laden damit zu einem coming out.

00:01:06: Ein Welcome Out ist damit also Initiative und Symbol zugleich.

00:01:11: Und ich begrüße euch zu heutigen Episode, in der ich eine ganz besondere Gästchen habe, die ich erst mal noch nicht vorstelle, sondern erstmal mit der Frage begrüßte... Wann hattest du zuletzt einen Basketballer in der Hand?

00:01:27: Gestern Abend!

00:01:28: Tatsächlich?!

00:01:29: Ja, weil ich ihn wegräumen musste.

00:01:31: Weil er die Tür versperrt hat!

00:01:33: Und wer das sagt ist nämlich nicht nur eine passionierte professionelle Basketball-Spielerin sondern ist Sennatoren für Gleichstellung... Ich sage das mal ganz richtig seit Mai.

00:01:44: zwanzivundzwanzig Sennatorin für Wissenschaftforschung und Gleichstellung der freien und Hansestadt Hamburg Mariam Blumenthal.

00:01:51: Hallo Mariam, schön dass du da bist.

00:01:53: Hi, danke.

00:01:53: Ich finde

00:01:54: dich toll, dass du dir Zeit nimmst, weil du Natürlich zusätzlich zu diesen, du bist Basketball-Spielerin.

00:02:01: Du bist der Natura...

00:02:03: Ich war!

00:02:03: Ich muss korrigieren und auch nie so richtig professionell aber schon sehr leistungsorientiert hier.

00:02:10: Also im Herzen bist du doch noch Basketballspielerin?

00:02:13: Ja, komm.

00:02:13: Aber du bist noch etwas ganz, ganz Tolles über was wir uns total freuen hier im Wellcoming Out Podcast.

00:02:18: Du wirst nämlich Schirmherrin von Wellcoming out und deswegen gibt's einfach von mir mal einen riesengroßen Applaus dafür.

00:02:24: Vielen vielen Dank.

00:02:25: das ist toll Bevor wir so loslegen, wir haben ein bisschen Zeit hier.

00:02:29: Also wenn ihr diese Podcast-Folgehöhe habt macht euch einen Kaffee, macht euch ein Tee holt euch das Wasser!

00:02:34: Wir haben jetzt Zeit mit Hamburgs Bleistellungssenatorin Mariam Blumenthal.

00:02:39: Wir kennen uns schon von einem ganz tollen Panel Talk.

00:02:41: deswegen darf ich Frau Senatorin auch duzen.

00:02:45: Hallo Mariam nochmal.

00:02:46: Ich stelle dich mal ganz kurz vor werde ich vielleicht nicht so kennt.

00:02:49: man kann sich natürlich googeln aber dann bitte so ein bisschen was ... wisst, du bist eben seit Mai... ... zweitensundzwanzig Senatoren für Gleichstellung hier in Hamburg.

00:02:57: In der Bürgerschaft und war es davor auch Abgeordnete der hamburgischen ... ... Bürgerschaft und war das Sprecherin für Sport,... ... berufliche Bildung sowie Schulpolitik.

00:03:06: und davor warst Du in der Bezigsversammlung Wannsbek,... ... und war dort parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion von Bündnis Neunzig die Grünen.

00:03:17: Und was habe ich denn noch so vorbereitet?

00:03:20: Du bist Lehrerin!

00:03:21: Du hast studiert und hast nach einer Station an deiner Berufsschule in Schleswig-Holstein dann... ...in Hamburg, an einer Stadtteilsschule unterrichtet.

00:03:29: Was hast du unterrichtelt?

00:03:31: Pädagogik und PGW.

00:03:33: Politik, Gesellschaft, Wirtschaft.

00:03:34: Ja ist ja das ähnliche Feld wieder in der Politik!

00:03:37: Du bist im Jahr five achtzig.

00:03:38: Das habe ich mir verraten in Tehran.

00:03:41: Im Iran geboren.

00:03:43: Bist dann am Weihnachtsjahr sieben achtzig mit den Eltern und deinem Bruder als Geflüchtete seit ihr nach Deutschland gekommen.

00:03:51: Bist du jetzt verheiratet und hast drei Kinder?

00:03:53: Ich glaube, Söhne.

00:03:54: So viel kann man, glaub ich, verraten.

00:03:56: Und bist du mal gar nicht in Hamburg dann so richtig aufgewachsen wie ich gesehen habe, sondern in Bad Schwarthau bei Lübeck?

00:04:03: Ja, ich war also ja...in Bad Schwarzau und auch ein bisschen in Nordrhein-Westfalen.

00:04:09: und dann war ich dreizehn als wir, neunzehnt, achtundneinzig nach Hamburg ... gezogen sind, endgültig.

00:04:15: Dass

00:04:15: du bist dich seit uns von achtundneunzig in Hamburg, ... ... hab ich angefangen zu studieren in Hamburg.

00:04:19: Guck mal, haben wir so ein bisschen was gemeinsam?

00:04:21: Und einmal noch mal zum Basketballspiel, ne?

00:04:24: Warst du aber trotzdem ganz schön erfolgreich... ...in der zweiten Regionalliga gewesen?

00:04:28: Was hast du genau gemacht im Basketballbereich?

00:04:32: Also alles!

00:04:35: Ich habe ja relativ früh angefangen, Basketball zu spielen.

00:04:39: auch eher so zufällig ehrlich gesagt.

00:04:41: Ich sollte damals eine AG auffüllen für mein Bruder, damit die AG an der Schule überhaupt stattfinden durfte und dann saß ich ewig auf der Bank.

00:04:50: Das ist ehrlich gesagt, es glaube ich diese Geschichte wie ich zum Basketball kam, ähnlich kam ich auch zur Politik und das zieht sich einfach durch meinen Leben.

00:05:00: Es ist alles immer ein bisschen Zufall um jemand anderen zu unterstützen.

00:05:04: Und dann saß ich eine ganze Weile mal auf der Bank, hab mich tot gelangweilt an den Nachmittagen wo diese AG stattfand und mein Bruder und seine Freunde dann in der Schule Basketball gespielt haben.

00:05:14: Und irgendwann habe ich mir meinen Ball in die Hand genommen dachte oh irgendwie also bringt das Spaß und irgendwie kann nicht das?

00:05:20: Ja so fing das dann an Damals noch in Nordrhein-Westfalen, dann auch ziemlich früh...

00:05:29: Wo in Nordrin Westfalen?

00:05:30: Ich bin im Sauerland geboren.

00:05:31: Das liegt ja in Nordrim Westfallen.

00:05:32: Wo warst du da?

00:05:34: In der Nähe von Mönchengladbach in Fiesen.

00:05:36: Genau und da war ich dann auch sehr schnell teil.

00:05:39: Da bewährste deutschen Basketballauswahl und dann zogen wir nach Hamburg und durfte hier weiterspielen.

00:05:46: Und ja, und heute spielen meine Söhnebarske bei.

00:05:49: Das ist ganz schön die zu begleiten oder

00:05:51: was?

00:05:51: Ja, ich wollte doch diesen Sportaspekt nicht unterschlagen weil das ist schon besonders!

00:05:55: Und guck mal jetzt du bist nicht durch Zufall Schirmherren aber ich könnte dir behaupten durch Zuffalltasse plötzlich Zeit und sitzt hier und wer weiß was sich raus ergibt.

00:06:03: Mariam wir sind das neue Wettendast-Do, moderieren das... Vielleicht.

00:06:06: ...was man ja noch nicht, ne?

00:06:08: Meinem ich möchte dich...

00:06:09: Aber dann bin ich Thomas Gottschalk.

00:06:11: Ja, aber nicht mehr anfassen

00:06:13: Nein, aber auf jeden Fall.

00:06:15: Ich wäre dann eher weil ich mich nicht anfassen lassen würde.

00:06:18: Auch

00:06:18: sehr gut!

00:06:18: Sehr gute Wahl, oder?

00:06:20: Und dann bin ich Michelle Hunzika, weil auch teilweise... Oh

00:06:23: nee die wär' ich auch gern.

00:06:24: Die ist so tough.

00:06:25: Ja komm wir können gleich noch was sprechen über.

00:06:27: Ich glaube,

00:06:27: wir brauchen zwei ganz meine.

00:06:28: Finde auch.

00:06:28: Wir machen Mariam und Hendrik,

00:06:30: oder?!

00:06:32: Mariam, schön dass du da bist in einer Episode vom We're Coming Out Podcast Und man kann ja ganz viel über dich googeln.

00:06:39: Du bist hier als Senatorin in Hamburg, wo wir ja auch gerade im Studio der Uni Hamburg sitzen – ganz präsent so in Hamburg klar!

00:06:48: Aber ich wäre ja nicht Hendrik Menken ein absoluter Topmoderator, ne?

00:06:52: Wenn ich nicht auch für Dich lustige vielleicht auch tiefgehende und vor allen Dingen für DICH komplett Unbekannte entweder Oder-Fragen vorbereitet hätte.

00:07:02: zum Vorstellen von Marian Blumenthal Senatoren Ich sag einfach mal Gleichstellungsinnerturin von Hamburg.

00:07:10: Bist du ready, Maria?

00:07:11: Ja und aber also ich bestätige, ich kenne das...ich weiß jetzt wirklich nicht was kommt.

00:07:16: Das

00:07:16: ist doch so, ne?

00:07:17: So Zuhörerinnen die glauben dann wir sagen es nur so, aber ich weiß jetzt echt nicht was kommen und ein bisschen hab'

00:07:24: ich Angst.

00:07:24: Nein brauchst du nicht, wird nett!

00:07:25: Aber das ist doch irgendwie ihr draußen wisst ja auch nicht was kommt.

00:07:29: Ich aber los geht's, Maria.

00:07:36: Basketballspiel oder Bürgerschaftsdebatte

00:07:43: Also kommt drauf an Wessen, das Basketball-Spiel meiner Söhne.

00:07:46: immer, vor allem.

00:07:47: Also ich mein Herz blutet wenn ich ein Termin habe einen politischen beruflichen Termin haben egal wie spannend der ist und wie toll er ist.

00:07:59: es gibt so eine App in der man Spiele, Punktspiele live verfolgen kann und meine Kolleginnen werden bestätigen dass sich dann immer egal wie wichtig der Termin ist dann unterm Tisch versuche heimlich noch mit zu verfolge Play by play wie das Spiel meiner Jungs läuft, also wirklich es gibt für mich nichts schöneres als diesen Kindern die ja nun einfach schon groß sind.

00:08:22: Aber den beim Basketballspiel zuzugucken das geht immer vor.

00:08:25: ansonsten alle anderen Basketball Spiele da geht eine schöne Bürgerschaftsdebatte die konstruktiv ist, die auch mit viel Leidenschaft geführt wird, die geht dann auf jeden Fall vor.

00:08:34: Jetzt weiß ich was sich an dem Bundestag am Handy machen?

00:08:37: Die Verfolgen der ihre Familienmitglieder beim Kochen, beim Rasenen oder die Kinder beim Basketballspielen.

00:08:44: Also ich finde, dass das so schön wie die Basketball spielen und auch mit ihren Mannschaftskollegen.

00:08:50: Das ist so schön anzuschauen.

00:08:52: Und es ist einfach schön!

00:09:05: Ja, weil ich da also einfach glaube ich einen viel größeren Bezug zu habe.

00:09:10: Also Elbe ist für mich immer ein bisschen weiter weg aber die All-Star wir sind auch... Ich hab schon immer mit meinem Mann gerne auf den All-Stars Kanälen, auf den allster wegen Kanu gefahren und die Allstar ist für meh einfach.. Auch die Binnenallstar ist wirklich so, ach das ist Hamburg!

00:09:28: Es fiel viele ja so Elbe und irgendwie große Schiffe und so.

00:09:30: Für mich ist es wirklich einfach.

00:09:32: Ich bin als damit Blick vielleicht auch noch dann aufs Rathaus.

00:09:35: Das ist für mich da geht immer mein Herz auf, also...

00:09:38: Was ja viele nicht wissen, wo ich eben schon Michelle Hunzecker und Italien eingebracht habe, dass Hamburg mehr Brücken hat als Venedig?

00:09:45: Ja!

00:09:45: Das ist wirklich irre.

00:09:46: Also wer vielleicht zuhört und man in Venedigt war ein toller Ort und man sieht ja eigentlich nur Kanäle und Brücken.

00:09:52: Hamburg hat mehr Brücken.

00:09:54: Wenn ihr wisst Wie viele Brücken es mehr sind, dann schreibt das in diese Podcast-Kommentare wo auch immer ihr das kennt.

00:10:02: Weiter geht's!

00:10:03: Immer den Kompromiss suchen oder auch mal richtig laut werden?

00:10:07: Auch mal richtig laut werden.

00:10:10: Das vermissen ja manche auch so in der Politik glaube ich.

00:10:13: ne Hamburger Frage Franzbrötchen oder Fischbrötchens?

00:10:17: Fisch brötchen

00:10:19: Eine Nacht im fünf Sterne Luxus Hotel in Dubai Oder eine Woche Zelt mit Mehrblick?

00:10:27: Eine Woche Zeld mit mehr Blick auf jeden

00:10:29: Fall.

00:10:29: Welches Meer ist du dein Favorit?

00:10:32: Also ehrlich gesagt haben wir viele, viele Jahre waren in den Sommerferien als Familie.

00:10:39: Also ich mit meiner jetzigen, also Kernfamilie mein Mann und unseren Kindern.

00:10:44: Viele Jahre die Sommerferieren durch.

00:10:47: so ist das als zwei Lehrkräfte konnten sich das erlauben.

00:10:52: Zelten in Südfrankreich am Meer sowohl Atlantik als auch Mittelmeer beides sehr empfehlenswert.

00:10:58: einfach runter kommen dann wirklich Wildplatz und Campingplatz mit viel Tammtamm und viel Unterhaltung, sondern wirklich einfach so Standard-Pinienwald Zelt aufbauen und dann fünf Wochen einfach nur Seele baumeln lassen.

00:11:14: Und ja, es ist so schön ohne irgendwelchen Gedöns und Quatsch auf dem Camping Platz und Action und Unterhaltungen, sondern nur Pinien.

00:11:25: I can relate!

00:11:27: Da

00:11:29: finde ich gar nicht total wunderschöner Ort in Europa.

00:11:32: Standardfrage, Kaffee oder Tee?

00:11:36: Leider Kaffe!

00:11:37: Ich auch... Ja, ich versuche nur unses Witzschluss gelingt mir dann immer mal ein zwei Tage

00:11:42: und ja... Warum?

00:11:44: Es ist gut, dass du doch alles sagen kannst.

00:11:47: Ja, du schaffst das.

00:11:48: Also Rauchen ist schlimmer als Kaffeekonsum.

00:11:54: Bundes- oder Landespolitik?

00:11:56: Landespolitik

00:11:58: Süß oder salzig?

00:12:01: Süss.

00:12:03: Ja, auch ich auch.

00:12:06: Sneaker oder High Heels?

00:12:09: Auf jeden Fall.

00:12:09: Das spiegelt das jetzt nicht wieder hier heute, aber ich bin wirklich die Senatoren mit Sneakers und es ist so witzig weil als meine Ernennung oder der neue Senat sozusagen ja ernannt wurde vom Bürgermeister haben mich diverse Leute auch aus der Senatsriege freundlich darauf hingewiesen.

00:12:28: Nein!

00:12:29: Aber es hatte doch...

00:12:30: Ja, weil alle damit gerechnet haben dass New Balance oder so komme.

00:12:37: Aber

00:12:37: es hat doch euer, will ich fast sagen grünen Vater Joschka Fischer schon vorgemacht.

00:12:43: in den Achtziger Jahren im Bundestag ist er doch mit Zmikern zur Vereidigung da gegangen.

00:12:48: Also spannenderweise ist es ja auch beim... also muss man sagen, das ist nicht so fair, muss ich sagen.

00:12:54: Aber Männer mit irgendwie Sneakers und einem Anzug, da sagt man irgendwie smart bei der Frau gucken dann alle eher ein bisschen kritisch.

00:13:01: aber ich habe das durchgezogen und also das ist heute wirklich eine Ausmesser, das war totaler Zufall Und ich hab das wirklich durchgezogen.

00:13:10: was ich sehr spannend finde ist dass Hochschulpräsidenten teilweise mir dann nochmal zeigen können Sie mal auch Sneakers, um dann zu zeisern.

00:13:20: Wir sind alle auf einer und dann findet sich irgendwie scheinlich da eine Tür geöffnet zu haben wo die auch manchmal ...

00:13:29: Dass das immer noch Thema ist was Frauen anhaben in der Politik können wir ja auch noch drüber sprechen, dass es eine extra Episode gibt zum Beispiel bei der CSD-Demo mit Laufen oder auf so einem CSD Truck mitfahren?

00:13:45: Gemischt!

00:13:46: Mal raufspringen.

00:13:47: Ja, mal rauf und dann aber auch noch einmal runter in die Menge.

00:13:51: oben ist auch immer schön Party und alle sind gut drauf.

00:13:54: Aber ich finde das in der Menge... Ich bin auch so ein Demo-Mensch.

00:13:58: Ich mag auch nicht vorne in der ersten Reihe bei Demonstrationen mitlaufen wo irgendwie die Politriege läuft sondern einfach wirklich rein ins Getümmel und die Stimmung mitkriegen.

00:14:09: Morgens Yoga oder abends auf dem Kiezchen Hamburg feiern?

00:14:19: Eigentlich gar kein Zombie.

00:14:23: Morgens ausschlafen und abends auch auf der Couch chillen, das wäre doch noch viel schöner!

00:14:31: Nein wenn dann abends auf dem Kiez feiern würde ich sagen.

00:14:34: Hamburg oder Berlin?

00:14:36: Hamburg.

00:14:37: Also mein Herz öffnet sich immer mehr für Berlin, muss ich sagen.

00:14:40: Je öfter ich auch beruflich nach Berlin muss und auch privat ... Rufen

00:14:44: da doch die Bundespolitik?

00:14:45: Nee, nee, nee!

00:14:46: Das reiten das wirklich nicht.

00:14:48: aber also ich finde Berlin wirklich zum Teil sehr schön und ich kann dem immer mehr abgewinnen.

00:14:54: konnte ich früher tatsächlich gar nicht ganz.

00:14:56: früher kannte ich Berlin sowieso nur vom Basketball turnieren Aber Ich bin immer so froh wieder zurück in Hamburg zu sein.

00:15:02: Also ich liebe Hamburg-Hamburg ist einfach meine große Liebe.

00:15:05: Letzte

00:15:05: Frage Instagram oder TikTok?

00:15:09: Insta.

00:15:10: Und damit noch mal herzlich willkommen, Maria Bluntal, Senatorin für Gleichstellung hier in Hamburg und Schirmherrin von Welcome Out.

00:15:16: Herzlich Willkommen im Niegelnagel Neuen!

00:15:18: Ihr seid in der ersten Staffel mit dabei, Welcome Out Podcast.

00:15:23: Studio.

00:15:23: hier ist auch nie gelangeneu.

00:15:25: Die Mikrofone sind nie gelageneu, schön dass du da bist!

00:15:27: Wir sprechen ja... ich habe es so in der Top-Anmoderation gesagt über die Themen Coming Out und immer das Well Coming Out Und über queere Menschen und Du bist eben Senatorin für Gleichstellung hier in der Hansestadt Hamburg.

00:15:41: natürlich ist meine erste Hammerfrage klar Was machst Du in Deiner Funktion als Gleichstellungssenatorin aktiv?

00:15:49: Für Queere Menschen in Hamburg?

00:15:51: Ja, also jetzt muss man so ein bisschen... Also ich gehe jetzt einmal darauf an was sich aktiv macht.

00:15:58: Aber wir machen ja generell sehr viel im Hamburger Senat.

00:16:02: Wir haben einen Koalitionsvertrag in dem wir queere Menschen sehr stark adressieren in meinen Augen auch im Vergleich zu anderen Bundesländern.

00:16:11: Wir haben ja verschiedene Maßnahmen und Programme in der Vergangenheit auf den Weg gebracht, die ich jetzt selbstverständlich weiterführe.

00:16:19: Und wo wir versuchen sie natürlich auch weiterhin zu stärken.

00:16:23: Wir haben das alle mitbekommen während die Bundesregierung zum Beispiel ihren Aktionsplan Queerleben als im Grunde beendet erklärt was wirklich schräg ist.

00:16:33: wie kann sowas enden?

00:16:36: Halten wir sehr stark fest an unserem Aktions-Plan.

00:16:38: Hamburg liebt lebt dass i ist in Klammern.

00:16:41: Das ist ein Genaliebt und lebt vielfältig, fest natürlich wo wir über hundert Maßnahmen integriert haben.

00:16:51: aber ich und wir haben viele verschiedene Dinge wie keine Ahnung älter werden unterm Regenbogen Wir versuchen mit Beratungsstellen zu unterstützen Und so weiter.

00:17:00: meine Behörde verantwortet ja im Grunde das Thema.

00:17:03: Aber was ich sehr aktiv selber gerade versuche Zu erwirken oder noch einen stück sozusagen Beitrag dazu zu leisten, ist vor allem den Querschnittsauftrag dahinter zu verstehen.

00:17:20: dieses Thema nicht nur in meiner Behörde liegt.

00:17:23: Und die BWFG, das ist die Abkürzung meiner Behörden, die kümmert sich dann mal um queeres Leben in Hamburg und auch um Gleichstellung von Frauen.

00:17:32: Das

00:17:32: macht die Mariam?

00:17:33: Genau!

00:17:35: Das passt doch ganz schön.

00:17:36: Die kommt doch irgendwie so... Also weiß man, das passt schon und das macht die B W F G sondern es geht mir vor allem darum wirklich diese Jahre jetzt zu nutzen um ein Bewusstsein dafür zu schaffen dass Querschnittsaufgaben eben nicht nur als solche benannt werden in irgendwelchen Reden oder auch auf Papieren, sondern dass wir das wirklich leben.

00:17:57: Das heißt, ich übersetze es mal, dass auch andere Behörden diese Ziele auch umsetzen.

00:18:04: Ja, genau das Monitorn wir sowieso und all das.

00:18:08: aber es geht nicht nur ums Umsetzen.

00:18:10: Das Umsetzen ist so ja wir schaffen Regularien, wir schaffen Maßnahmen wie Monitoren

00:18:15: usw.,

00:18:16: Aber es geht vor allem darum dieses Bewusstsein wirklich zu haben weil überall da wo wir das Bewusstsein haben, wo das wirklich auch verstanden wird.

00:18:26: Warum das wichtig ist es wirklich als Querschnittaufgabe zu verstehen?

00:18:29: Da passiert dann auch mehr als das was wir nur vorgeben weil dann einfach ein bewusst sein und hoffentlich irgendwie eine intrinsische Verständnis sozusagen dafür da ist dass das notwendig ist sich wirklich da mehr zu engagieren oder auch sensibler zu sein.

00:18:45: Wir machen das durch diverse Dinge.

00:18:47: ich finde ein spannendes Projekt ist zum Beispiel unser Projekt Divers Was darum geht, Verwaltungspersonal zu sensibilisieren und wirklich in die Diversitätsthemen hineinzubringen.

00:19:03: Und auch mit den Kompetenzen, die sie benötigen auszustatten.

00:19:11: Ich habe mich sehr gefreut dass wir jetzt verschiedene Workshops angeboten haben für verschiedene Behörden und auch Bezirksämter.

00:19:23: Und sich wirklich teilweise über hundert Mitarbeiter in gemeldet haben, mitgemacht haben aus den jeweiligen Behörde- und auch bezirksamtern.

00:19:33: Das ist ein ganz starkes Zeichen dafür dass das den Menschen dann doch in der Verwaltung wichtig ist und wir da nicht sozusagen an verschlossenen Türen klopfen sondern sie wirklich sehr weit aufgehen wenn wir da sind.

00:19:46: Daran möchte ich gerne weiterarbeiten weil dass das eine ist, dass wir uns gegenseitig Regularien auflegen und auch mit Maßnahmen sozusagen uns verpflichten.

00:19:56: Aber viel, viel wichtiger als das ist es wirklich begegnen, uns zu schaffen Verständnis zu schaffen und auch Fragen beantworten zu können und das Bewusstsein zu schaffen, dass es wirklich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und nicht nur die Aufgabe der zuständigen Fachbehörde.

00:20:13: Ich will noch mal in diesem Bereich ... Bürgerschaft der Behörden bleiben, wo du dann gesagt hast.

00:20:18: Da müssen auch andere Behörde mitgehen und hätte das Eingangs ja gefragt, was ist spannender?

00:20:24: Die Bürgerschafts-Debatte oder das Basketballspiel.

00:20:25: Das war eine konstruktive Debatte in der Bürgersschaft.

00:20:28: Ist auch gut!

00:20:30: Somit blickt eben auch auf rechte Kräfte dort in der Bürgerschaft überhaupt.

00:20:35: Es sind ja nicht nur Bündnis Nr.

00:20:37: die Grünen da drin... Und du kannst alles so durchsetzen oder sozusagen oder so.

00:20:42: Das findet alles so statt wie du es möchtest.

00:20:44: Was sind da...?

00:20:45: die größten Hürden bei diesen Themen, die du jetzt erst mal nicht in der gesellschaftlichen Ebene.

00:20:49: Da können wir gleich noch einmal drauf sprechen, sondern bei KollegInnen aus diesem politischen Spektrum und auch in den Behörden erlebst?

00:21:00: Also auf politischer Ebene glaube ich sind die größte Hürde mit solchen Themen also mit Themen, wie z.B.

00:21:10: quierer Menschen betreffen, Diskriminierungsthemen... Auch Rassismus ja!

00:21:16: Gleichstellungsthemen als solches mit diesem Thema durchzudringen, wo auf der anderen Seite auch wahnsinnig viele andere Themen politisch diskutiert werden.

00:21:28: Also die Wichtigkeit sozusagen nicht drunter reden zu lassen nur in Anfangstrichen weil Kriege vorherschen, weil irgendwie Inflation ein Thema ist.

00:21:40: Weil Armut ein Thema is und so weiter dass man sozusagen dagegen ankommt die Themen nicht gegeneinander aufzuwiegen.

00:21:48: Also keine Worte Bautism macht?

00:21:49: Keine Worte bautism zu machen aber auch eben nichts zu sagen ja aber dafür ist jetzt keine Zeit.

00:21:55: also es geht noch nicht mal nur um Worte-Bautism sondern es geht wirklich um dieses thema.

00:21:58: haben wir nicht wichtigere gerade Und gibt es nicht grade wichtige Themen?

00:22:05: Und das ist etwas, da muss man immer gegenarbeiten.

00:22:09: Weil wir sehen es jetzt auch – ich hatte eben das Beispiel ja genannt mit dem Bundesaktionsplan Queerleben was als beendet erklärt wurde.

00:22:17: Es geht vor allem darum zu sagen Nein der Einsatz für queere Menschen Der ist nie beendete und es ist nie.

00:22:26: Jetzt haben wir es genug gemacht, jetzt gehen wir mal zu einem anderen Thema.

00:22:29: Sondern das ist ein Dauerauftrag Und als solches müssen wir ihn auch verstehen und das ist einfach, es gehört zu unserem Alltag dazu.

00:22:37: Genauso wie ich morgens aufstehe und irgendwie keine Ahnung ins Bad gehe oder Zähne putze oder Frühstücke.

00:22:43: Es ist mein Alltag ja?

00:22:45: Und der Kampf gegen Diskriminierung von Menschen is ein Dauerauftrag.

00:22:49: Das finde ich ganz spannend dass du das angibst als Grund.

00:22:53: Es gibt doch noch andere Themen.

00:22:55: Aktuelles doch was viel wichtiger.

00:22:57: Das find' ich ganz interessant.

00:22:59: Gibt es solche Stimmen auch... Aus der eigenen Fraktion?

00:23:03: Nein, absolut nicht.

00:23:06: Ich würde sagen also in unserer Fraktion alle total... total straight in den Themen, in den Gleichstellungsthemen sowieso dabei.

00:23:20: Also ich glaube das liegt einfach so in der grünen DNA dass da gar kein Thema ist aber klar trotzdem auch wenn es am Ende darum geht Gelder zu verteilen zum Beispiel dann wären Themen auch miteinander ausdiskutiert oder gegeneinander auch abgewogen, das ist total klar.

00:23:36: Aber nie in der Sache und in der Thematik so nicht.

00:23:39: Das erleben wir auch nicht in der Koalition, erlebe ich das auch von den Kollegen der SPD gar nicht.

00:23:45: Es ist eher anders gelagert.

00:23:47: dann aber das auf politischer Ebene würde ich sagen... Auch in der gesellschaftlichen Diskussion, die ich oft führe – ob es über Social Media ist oder im privaten Raum auch tatsächlich ist.

00:24:02: Oder auf politischen Bühnen, wo auch immer ich bin bei Veranstaltungen... Vor allem immer diese Frage, ja das haben wir doch jetzt.

00:24:10: Also da passiert doch schon genug.

00:24:11: Gucken wir mal auf die gesellschaftlichen Ebene weil jetzt waren wir ein bisschen im Rathaus also alle, die uns zuhören und noch nie in Hamburg waren.

00:24:18: Ich finde das Hamburger Rathouse muss man sich mal angucken.

00:24:20: Das ist wirklich optisch einfach auch der absolute Hammer.

00:24:24: Ist irgendwie auf Holzfälen gebaut vor Hunderten, vor Jahren, man glaubt es.

00:24:28: Es übrigens genauso lang wie es hoch ist?

00:24:30: Ach was!

00:24:33: Ihr seht, das ist dieser Weckerming Out-Podcast.

00:24:35: Der ist auch noch so ein kleiner History Guide hier.

00:24:40: Schau mal auf die Gesellschaft!

00:24:43: Du bist Szenatoren für Gleichstellung in Hamburg und aus deiner Sicht wenn du jetzt auf Hamburg blickst wie ist denn die Lage?

00:24:50: Wie würdest du eine Lage von queeren Menschen in Hamburg beurteilen?

00:24:53: Das hat sich verändert, wie ist so die Situation?

00:24:56: Ja also... Hamburg ist ja in vielen Themen häufig so.

00:25:06: Wir hatten es ja irgendwann schon mal, wir hatten vorhin auch schon über diesen Begriff diskutiert.

00:25:10: Eine Insel der Glückseligen...

00:25:13: Ist das denn so?

00:25:13: Ja

00:25:14: nein!

00:25:14: Es ist nicht so aber in vielen Themen mehr als woanders.

00:25:18: So kann man's vielleicht sagen ne wie stehen immer in vielen themen sehr viel besser da als es wo anders ist Aber nicht dauerhaft sondern gesamtgesellschaftliche Dynamiken.

00:25:29: Die kommen auch irgendwann in Hamburg an, immer ein bisschen später als wir das sozusagen woanders beobachten oder so im gesamten sozusagen bundesweit ziehen.

00:25:40: Und ich würde sagen dass die Situation für queere Menschen da beobachten wir genau das und Ich würde sagen, wir haben hier vergleichsweise eine sehr aufgeschlossene, sehr tolerante, sehr inklusiv denkende Gesellschaft in der Stadt.

00:26:01: Die sehr gewillt ist diskriminierungsfrei zu leben oder eine diskriminationsfreie Stadt mitzugestalten.

00:26:10: so in der Breite und nichts erstes trotz machen natürlich die gesamtgesellschaftlichen Dynamiken und da kann man sich das einfach nicht schönreden.

00:26:19: Das betrifft auch queere Menschen, Angriffe auf quere Menschen überall.

00:26:23: Wenn wir merken, wenn wir sehen im Bundestag wird diskutiert das die, dass die Ringbogenflage nicht mehr gehisst werden darf und so weiter und es verbannt wird dann ist das schon irgendwie auch ein bisschen die Spitze des Eisbergs ne?

00:26:36: Und wir haben jetzt im letzten Jahr, im Vorletzten haben wir ja schon zwanzig, sechsundzwanzig jetzt im Jahr zwanziger und zwanziv vier haben wir beobachtet oder wissen wie das die Statistik zeigt dass die Angriffe auf queere Menschen sich mehr als verdoppelt.

00:26:51: Marian, du nimmst damit... ...die Zahl der Beliebten und jetzt kommt ein Jingle?

00:27:02: Rubrik Hendricks Number passt vorweg!

00:27:05: Denn die habe ich vorbereitet.

00:27:07: Das ist Wahnsinn, Marian wir sind hier wirklich.

00:27:08: also das sind die gleichen Gedanken-Vibes wahrscheinlich.

00:27:11: Die Zahl hab' ich gar nicht vorgesehen.

00:27:12: Denn die wollte ich dir ganz kurz mal vorlesen, im Jahr zwanzig sind nämlich queerfeindliche Straftaten in Hamburg um zweiundfünfzig Prozent Gegenüber als hat es in den Jahr zwanzig gestiegen.

00:27:23: Das sagt das LKA Hamburg, also das Landeskriminalamt?

00:27:27: Was ist denn deine persönliche oder was ist denn deiner politische Antwort auf so eine Entwicklung hier in Hamburg?

00:27:32: Weil du hast das gesagt.

00:27:33: Ich bin ganz klar, Insel der Glückseligkeit ist irgendwie noch ganz okay im Vergleich zu anderen Regionen.

00:27:39: Aber man sieht, dass ist ja eine riesengroße Zahl.

00:27:41: Zweiundünfzig Prozent mehr Straftaten.

00:27:43: Was ist deine Antwort da drauf?

00:27:45: Genau, mehr als verdoppelt und ich werde auch nicht müde das wirklich überall zu benennen.

00:27:50: Auch wenn das natürlich... Ich auch im Grunde ja eine... Also in der Gruppe der Mitverantwortlichen gehören da irgendwie auch gegen fortzugehen.

00:28:02: aber ich finde gerade jemand wie ich muss das immer überall benennen dass es so ist Und ich habe das im letzten Sommer in einer Pride Week ohne Ende rauf und runter genauso kommuniziert weil ich fand der die Bühne unbedingt dafür genutzt werden musste, nicht nur zum Feiern sondern eben auch wirklich Alarm zu schlagen.

00:28:23: Die politische Antwort darauf das ist wirklich schwer Henrik weil wir machen ja schon wirklich viel mit Maßnahmen und Programmen in der Stadt und wir halten auch ich als zuständige Fachsenatoren versuche natürlich Mit der Community, die Community ist jetzt ein bisschen schreckt.

00:28:43: Die in den Communities das ist ja auch eine sehr bunte Community sozusagen mit den einzelnen Akteuren, die Anlaufstellen sind, die im Grunde Strukturen bieten wo wir Stärke auch daraus ziehen können ob es Beratungsstellen sind oder ob es Aufklärungsangebote sind Bildungsangeboote Und so weiter.

00:29:04: und welcome out.

00:29:05: Genau, da versuche ich natürlich mit euch und den allen im Gespräch zu bleiben, finanzielle Förderung nicht abäppen zu lassen.

00:29:13: Also so banal das jetzt auch klingt aber in diesen Zeiten ist es wirklich ein riesen Kampf.

00:29:21: Das kann man mir... Kannst du mir echt glauben?

00:29:23: Es ist wirklich einen Kampf!

00:29:25: Haushaltslage ist total schwierig in den nächsten Jahren.

00:29:28: Und für mich als Gleichstellungsnatur ist es total klar, dass ich keinen einzigen Euro kürzen möchte im Gleichstelllingsbereich und nicht bei den Projekten für Quires Leben in Hamburg.

00:29:39: Und daran festzuhalten... Ich sag's heute welches Datum haben wir heute?

00:29:43: Das Ganze wird nachher rechnen!

00:29:44: Ich glaub' denn, der sechsohnzwanzigste Februar, zwanzigsechs wenn ihr das hört sind wir schon so ein bisschen im... im guten Frühjahr schon.

00:29:56: Und ich hoffe sehr, und daran werde ich mit allem was ich wie kann auch dran arbeiten, dass ich dieses Versprechen einhalten kann, dass wir hier in Hamburg wirklich keinen Schritt zurückgehen und das wir an unserem Weg festhalten und all die Projekte, die wir auf den Weg gebracht haben, wirklich wirklich auch in Zukunft sozusagen haben nicht nur haben, sondern dass wir sie auch in Zukunft natürlich auch Perspektive weiter stärken.

00:30:22: Und dann geht es.

00:30:23: natürlich ist die politische Antwort wie in vielen vielen vielen Bereichen wo wir genau mit ähnlichen Thematiken zu tun haben.

00:30:32: Ist das?

00:30:32: Wir müssen über Aufklärung und über Dialoge und über Begegnungen in der Stadt gehen uns auch im Schulterschluss zusammenstellen und keinen Platz lassen für Diskriminierung, kein Platz lassen diese Angriffe.

00:30:45: Und die Strukturen dazu stärken dass wir eben vorbeugen wie?

00:30:49: Wir haben unsere Polizei die muss man sagen ich bin da ein bisschen stolz drauf aus der Hamburgerin unsere Kops die ja weil wir haben wir haben ja unsere Cops for you die ja auch finde ich immer ganz schön Weil wenn aus der Quirren Szene Aktionen sind oder auch in der Breitweg, dann sind die immer am Start und sind immer.

00:31:09: Das

00:31:09: heißt es ist eine für alle, die jetzt nicht wissen, eine Polizeieinheit sozusagen, die AnsprechpartnerInnen sind für queere Menschen, die Gewalt erlebt haben, Hass erlebt haben das selbst ja schon in Anspruch genommen.

00:31:21: ich habe aber eine kurze Nachfrage.

00:31:22: natürlich machst du so einen Ausblick Aber ich hab jetzt viel raus gelesen.

00:31:26: wir behalten das so bei.

00:31:28: Ich verstehe dass mit diesem finanziellen Tropf vielleicht aber müsste es nicht heißen weil diese dieser immense Hass, diese Queerfeindlichkeit die ich selber im vergangenen Jahr sehr stark erlebt habe.

00:31:39: Ich stehe in einer Comedyrolle auf der Bühne und moderiere nicht nur so als Henrik Dinge sondern zum Beispiel auch viele Pride-Veranstaltungen und da ist mir ein massiver Hass entgegen geschwappt vor allen Dingen auch auf TikTok.

00:31:55: Ich muss auch gestehen für alle die das jetzt hören dass selber erleben Das macht ja auch persönlich was mit einem.

00:32:01: Ich habe wirklich Angst bekommen und hab mich eben auch an die, wie heißen sie noch mal?

00:32:05: Ohne Haas-Meldeportal.

00:32:07: Die

00:32:07: hier, ähm...die Kops genau so!

00:32:09: Mich auch dran gewandt müsste es nicht eigentlich die Antwort, müsste die Antwort nicht eigentlich heißen wir packen da eine ganz riesengroße Schippe noch oben drauf und behalten ist nicht nur bei sondern wir haben jetzt noch fünf weitere Aktionsmaßnahmen.

00:32:26: Ich weiß nicht, ob es noch weitere Aktionsmaßnahmen braucht.

00:32:32: Und das muss der Schlüssel sein.

00:32:37: Wir müssen unsere Beratungsstrukturen weiter stärken, wir haben ja gute Strukturen in der Stadt von denen ich auch der Meinung bin dass sie eigentlich vieles abdecken von dem was wir tatsächlich brauchen.

00:32:47: aber wir müssen sie natürlich nachhaltig sichern und Sie dürfen eben nicht von Jahr zu Jahr irgendwie hoffen und bangen ob sie noch bestehen können oder nicht sondern es geht darum sie wirklich auch langfristig ihn Planungssicherheit zu geben, sie langfristig auch abzusichern und sie weiter auch zu stärken.

00:33:07: Und auszubauen die bestehenden weil ich bin von denen überzeugt.

00:33:10: Ich habe mir jetzt letzten zehn Monate auch dafür genutzt, viele zu besuchen.

00:33:15: Mich wirklich mit ihnen auseinanderzusetzen auszutauschen und zu schauen was machen wir da eigentlich?

00:33:19: Wo gibt es vielleicht noch Lücken?

00:33:22: Wir haben gerade erst kürzlich im Ende des letzten Jahres ja unser Antidiskriminierungsbüro in Hamburg neu eröffnet.

00:33:29: muss man sagen ist jetzt ein horizontales Antidiscriminierungs Büro wo es darum geht mehr dimensionale Diskriminierungsperspektiven sozusagen einen Raum zu bieten und nicht nur zu sagen, ah du wurdest jetzt irgendwie... Du hast jetzt queere Diskriminierung erlebt oder irgendwelche Form auch immer.

00:33:55: Da musst du dahin.

00:33:56: Du hast als Frau Diskriminierungen erlebt, du gehst dahin und du hast jetzt als Migranten irgendwie Rassismus erlebt.

00:34:02: Was ist denn wenn ich das alles in einem habe?

00:34:05: sozusagen auf diese Personen gezielt ist und dadurch macht dieses horizontale Antisyskrimiösbüro einfach so viel Sinn.

00:34:14: Und es geht darum, da tatsächlich auch solche Strukturen langfristig abzusichern und weiter zu stärken.

00:34:21: Ich glaube, da haben wir auch schon einen guten Weg eingeschlagen als Koalition und ich hoffe – und setze mich natürlich sehr stark dafür ein, dass wir das auch weiterhin tun!

00:34:31: Mariam Blumenthal, Hamburgs Gleichstellungs-Szenatorin bei uns zu Gast im Workhamming Out Podcast.

00:34:38: Und du hast es jetzt schon so angesprochen und viele die jetzt zuhören und als queere Menschen in Hamburg leben.

00:34:45: also alle Grüße gehen raus an euch.

00:34:48: Mariam, du hast das gerade schon ein bisschen angerissen.

00:34:51: wenn ich jetzt als queerer Person in Hamburg Diskriminierung erlebe, Hasserlebe... An welche Stellen kann ich mich ganz konkret wenden?

00:35:00: Also da gibt es einige.

00:35:01: Du kannst natürlich dich an die Vertrauenspersonen der Polizei wenden, wenn du nicht grundsätzlich in die nächste Station sozusagen zur Polizeistelle gehen möchtest.

00:35:12: Du kannst dich an verschiedene Beratungsangebote der Stadt richten wie an das horizontale Antitis-Kliminius Büro.

00:35:20: Wenn du im Netz Hass erlebst dann gibt es das Meldeportal ohne Haas.

00:35:25: Wir haben aber auch so viele verschiedene Beratsungsstellen zum Beispiel das Magnushirsch-Feldzentrum, an die man natürlich auch sich wenden kann und Beratung finden kann.

00:35:39: Und ich glaube also für jeder niedrigschwellig bis hin zu nicht so niedrig schwellig ist alles dabei und nicht jede queere Person Erlebt ja auch die selbe Art von Diskriminierung.

00:35:54: Da gibt es ja auch sehr viele Unterschiede und ich glaube deswegen ist das auch so wichtig, dass wir so viele verschiedene Möglichkeiten und Anlaufstellen haben mit verschiedenen Schwerpunkten.

00:36:03: Super danke!

00:36:04: Ich glaube da könnt ihr wenn ihr das ein bisschen was mitnehmen und googlet das sonst und kann ich auch nur persönlich sagen macht das ruhig.

00:36:12: Traut euch, da sind immer Menschen die euch zuhören.

00:36:16: Genau, wir haben das ja so ein bisschen angerissen.

00:36:18: Du hast es hier selber auch gesagt Das große thema gesellschaftlicher rechtsruck mit natürlich der gewachsenen queer feindlichkeit.

00:36:26: du bist politikerin du bist selbst im iran geboren und nach deutschland gekommen.

00:36:34: Wie aus deiner sicht erreicht man denn noch oder noch vielleicht wer erreicht man Denn die bevölkerung noch als Politiker in, weil ich finde das ist so eine ganz zentrale Frage.

00:36:47: Wenn man sich so umschaut, dass eben angerissen ist ein riesengroßer Hass auf TikTok sehr anonym entgegengeprasselt der dann irgendwann sich nicht mehr anonym anfühlt?

00:36:57: Das ist ja das und wir wissen das hier auch durch viele Desinformationskampagnen im Social Media Bereich An dich als Politikerin wurscht, ob du jetzt in Hamburg bist.

00:37:07: Ganz generell was ist so deine Strategie?

00:37:10: Die Gesellschaft zu erreichen und zu sensibilisieren.

00:37:13: Queerfeindlichkeit ist Menschenfeindigkeit.

00:37:16: wie erreicht man überhaupt noch die Menschen da draußen?

00:37:18: Ja das ist eine wirklich richtig gute Frage weil die Zeiten sind vorbei indem wir die Menschen freitags beim Wochenmarkt auf dem Infostand erreichen auch wir aus der politikerInnen Diese Zeiten sind wirklich vorbei.

00:37:34: oder wo wir irgendwie eine Veranstaltung plakatieren und sagen Bürger in Sprechstunde, ich biete das morgen nachmittags von sechs bis siebzehn Uhr an.

00:37:43: Da kommen zwei Leute, die man schon vorher dreimal gesehen hat so ungefähr.

00:37:48: Diese Zeiten waren wirklich vorbei.

00:37:51: beziehungsweise man kriegt da schon noch Menschen zu fassen und Gespräche aber eben nicht die die man sucht.

00:38:01: Ich glaube, wir müssen da alle umdenken.

00:38:04: Ich versuche es schon.

00:38:05: Habs eigentlich schon eine ganze Weile das die Diskussion um wirklich ne breite Masse an Menschen zu erreichen.

00:38:12: wenn es wirklich in die Breite gehen soll dann muss dass heute dann findet das einfach im Netz zum großen Teil statt und das muss man einfach nutzen und da muss man auch gegenhalten.

00:38:22: wenn du sagst Du hast so viel Hass bekommen über TikTok Dann ist das ehrlich gesagt der Auftrag für alle dieses Feld TikTok, weil diese ganzen sozialen Medien verschwinden.

00:38:35: ja nicht nur wenn wir sagen ne da gehen wir jetzt nicht mehr rein.

00:38:39: So die Jugend ist da drin.

00:38:42: also so viele Menschen bewegen sich täglich in den sozialen Medien aufs TikTok Instagram was auch immer ist ältere Generation noch Facebook und X und was weiß ich?

00:38:53: Das bleibt und das wird immer mehr vielleicht auch noch dazukommen.

00:38:57: wie?

00:38:58: Aber es geht vor allem darum, diesen Raum nicht einfach nur den Antidemokraten zu überlassen sondern da wirklich gegenzuhalten und auch wirklich diese Medien zu verstehen.

00:39:10: Ich glaube das ist sozusagen der erste Schritt.

00:39:12: wir müssen diese Medien verstehen Wir müssen die Algorithmen verstehen wie das funktioniert Und dann müssen wir wirklich auch ehrlich in den Medien kommunizieren selber und gegenhalten und eben mehr sein sozusagen.

00:39:28: Und den Raum nicht einfach nur den anderen überlassen, wir würden das auch niemals im Übrigen tun wenn wir das Beispiel jetzt mal ins Real Life sozusagen.

00:39:36: ich finde es ist mittlerweile real life.

00:39:38: ja aber wenn wir es sozusagen in's real live als Beispiel nehmen dann würden wir ja auch nie zulassen dass du auf dem Wochenmarkt von zwanzig Leuten beschimpft und angeschmackt.

00:39:53: Das waren nicht nur Hasskommentare.

00:39:55: Das war ein Morddrohung, wo ich in einer Rolle dastehe und ich sage das mal einfach so.

00:39:59: Ich habe einen Glitzersacko an gehabt und habe hier das T-Shirt.

00:40:03: Ja?

00:40:03: Ich habe What's Love Got To Do With It von Tina Turner gesungen In meiner Comedyrolle Rikao M. Und es ist eigentlich gar nichts weiter passiert als das queere Menschen zu sehen haben und diese Symbole.

00:40:14: was mich interessiert, dass gerade schon angedeutet ist ein paar Mal gesagt du bist im Iran geboren und ihr seid als Geflüchtete nach Deutschland

00:40:22: gekommen.

00:40:22: Ja, aber das Netz ist eben nicht nur der einzige Ort.

00:40:25: Wir müssen trotzdem auch im sogenannten real life.

00:40:28: ich finde ja mittlerweile passt es einfach nicht mehr weil viele Menschen viel mehr Zeit in den sozialen Medien verbringen als irgendwo anders.

00:40:35: Aber wir müssen natürlich auch Begegnungen schaffen die sehr persönlich sind und echt sind Und außerhalb von so einem Vier-Eck was man in der Hand hat hält ein technischem Gerät Ist und da kann man die menschen erreichen.

00:40:49: Aber wir müssen es eben auch machen und wir müssen nicht so abgehoben sein.

00:40:55: Auch ich als Politiker, ich frag mich im Übrigen ganz auf die Frage welche Art von Senatoren möchte eigentlich sein?

00:41:01: Welcher Typ von Politikern möchte ich eigentlich

00:41:04: sein?".

00:41:04: ... veränder ich jetzt meine Sprache, nur weil ich Senatoren bin.

00:41:09: Veränder ich meine Schuhe, ... ... weil mir schon bei den Sneakers waren eben... ... ja genau, nur da ich jetzt Senatoren bin, darf ich gewisse Themen eigentlich nicht mehr ansprechen?

00:41:19: Darf ich mich eigentlich gar nicht mehr positionieren, wenn das nicht irgendwie mit fünfzehn Ebenen vorher abgesprochen ist?

00:41:26: und ich glaube die Antwort darauf ist doch ich darf das!

00:41:29: Also ich würde sogar sagen dass musst du gerade wenn wir jetzt über das Thema Quiere Thematiken sprechen, queeres Leben und du bist Gleichstellungs-Szenatoren.

00:41:40: Ich glaube alle die uns zuhören können das bestätigen dass wir das wollen, dass du Position erbeziehst.

00:41:48: und deswegen meine Frage an dich weil ich habe das zum dritten Mal gesagt, dass Du im Iran geboren bist.

00:41:55: Ich

00:41:56: bin übrigens im Iran Geboren.

00:41:58: Du bist im Iran Geborn?

00:42:00: Genau!

00:42:01: Und bist dann nach Deutschland gekommen.

00:42:03: Was mich interessiert, vielleicht magst du es auch gar nicht beantworten.

00:42:06: Aber hast Du selber aufgrund Deiner Herkunft in Deutschland auch Diskriminierung erfahren?

00:42:13: Ja natürlich ja selbstverständlich also auch schon als ganz kleines Kind.

00:42:19: ich war ja knapp drei als wir nach Deutschland gekommen sind.

00:42:22: und so retrospectiv würde ich sagen sind da auch Dinge passiert in meiner ganz frühen Kindheit, von denen ich so im Nachhinein denke.

00:42:32: Das war vielleicht alles gar nicht böse gemeint wenn die ältere Dame an der minimal, minimal kennst du noch?

00:42:39: Ich bin ja nicht in Hamburg groß geworden.

00:42:41: Nee, das

00:42:41: ist auch nicht Hamburg.

00:42:41: Keine Ahnung.

00:42:45: Ich kenn noch ihr Platz.

00:42:48: Das kenne ich doch!

00:42:50: Das war so wie Butten hier und es hatte immer so eine Kamelblüte... Und das war immer toll.

00:42:55: Das war im Sauerland wo ich groß geworden bin bei ihr Platz, super.

00:43:02: Aber ich weiß noch... dass mir irgendwann mal, also das ist so die allererste Erfahrung an die ich mich erinnern kann.

00:43:13: Ist es eine ältere Dame an der Kasse?

00:43:17: Mir irgendwie den zwei Markstück in die Hand gedrückt hat und meiner Mutter gesagt hat sie brauchen sich nicht schämen Das ist für ihre wunderschönen Öl Ölaugen irgendwie so für ihre schönen ölaugen sie brauchen sich nicht schämen hat sie zu meiner mutter gesagt.

00:43:36: und im nach hinein denke ich mir wow also erstens die frau hat gedacht also sie wollte meine mutter soll sich nicht chemen.

00:43:45: also wahrscheinlich dachte sie wie brauchen das oder wie auch immer?

00:43:48: ne sie tut uns irgendwie gefallen wenn sie mir diese zwei mark in die hand drückt und dann Denke ich mir, also... Ich glaube Ölauge ist jetzt auch vom Begriff, den wir heute vielleicht ein bisschen diskutieren.

00:43:58: Das ist

00:43:58: ein diskriminierender Begriff!

00:44:00: Wenn

00:44:00: wir heute anders diskutieren, genau?

00:44:02: Und da war ich vielleicht fünf oder vier an die Situation kann ich mich erinnern und dann zieht sich das durch mein ganzes Leben von sich extra.

00:44:12: wirklich Verwaltungsmitarbeiterinnen, die sich mit Absicht Blöd stellen, weil sie mein Nachnamen so schwer aussprechen können und dann so fünfmal stutzen bevor Sie den meinen Mädchen nahmen.

00:44:26: Bevor Sie denen wirklich aussprechen.

00:44:28: Magst du dem verraten dein Mädchen?

00:44:29: Ja, der heißt... Der wird mit GH beginnt er, weil es diesen Buchstaben ... Wirst du nie hinkriegen

00:44:35: Ich versuch's mal und mach'

00:44:38: ihn

00:44:40: mal.

00:44:44: Und Verwaltungsmittel, du kannst es einfach lesen wie's da steht.

00:44:48: Ja?

00:44:48: Wir haben das einfach übersetzt.

00:44:50: G-H-A... Blah!

00:44:51: Kannst du einfach runterlesen aber die sich dann mit Absichtsohne oder... oder eine Grundschullehrerin, die mir am Ende der vierten Klasse oder meinen Eltern sagt also ich sollte auf die Realschule maximal gehen.

00:45:05: Ich sollte übrigens in der zweiten Klasse eine Klasse überspringen und in der vierte heißt es dann maximal auf die Real-Schule.

00:45:13: weil ja nee das passt nicht dass man könnte mir ja nicht zu Hause helfen bis hin zu wirklich, ich weiß noch.

00:45:22: Ich hatte gerade frisch entbunden und dann ist mein Mann ganz langsam gefahren weil wir das Baby aus dem Krankenhaus... Wir sind vom Krankenhaus nach Hause gefahren in einer Dreizigerzone und da hat uns jemand überholt und dann habe ich das Fenster runtergezogen und hab zu ihm gesagt Wir dürfen hier doch nur dreißig

00:45:38: fahren.".

00:45:38: Und dann sagte er, zeig du mir erst mal deinen deutschen Pass bevor ich mit dir weiter rede.

00:45:43: Also durchgehen!

00:45:44: Ich kann so viele solcher Geschichten erzählen.

00:45:46: Davon gibt es wirklich sehr viel und es gibt schon auch einen Grund warum ich direkt meinen Mädchennamen abgelegt habe.

00:45:53: als ich geheiratet hab und nicht einmal als Oberfeministin der Nation glaube ich, nicht mal ansatzweise in meinem Mann die Diskussion eingegangen bin ob er vielleicht mein Namen annehmen würde weil diese Diskriminierung loswerden, diesen Diskriminierungs-Trigger irgendwie loswähren wollte.

00:46:13: Im Nachhinein denke ich ja... Ich habe ja sehr jung geheiratet.

00:46:16: Jetzt heute würde ich es vielleicht auch anders machen.

00:46:17: erst recht so.

00:46:19: aber damals war ich so belastet mit den Diskriminierungserfahrungen die ich gemacht hab und ich erlebe das auch bei meinem Bruder.

00:46:30: meiner Mutter hörst du das auch an, dass sie in einem anderen Land und mit einer anderen Sprache aufgewachsen ist.

00:46:38: Weil

00:46:39: sie ein Akzent hat?

00:46:39: Sie hatte

00:46:40: einen Akzent!

00:46:40: Und ja die Deutschsprach ist eine schwere Sprache und die Artikel sind auch schwer und dann kommst du mit dem und denen und so.

00:46:48: also es wird ja immer komplizierter.

00:46:50: Und wenn du mit ihr unterwegs bist und sie fragt irgendwo in einem Laden etwas oder sie kommuniziert mit irgendwem, ja.

00:46:59: Wenn wir unterwegs sind wie Menschen auf Sie teilweise reagieren das ist kaum auszuhalten.

00:47:05: Ich stehe dann immer daneben und denke wow also ich lebe ja so einer Bubble ich arbeite einfach viel.

00:47:12: In meiner Arbeitswelt.

00:47:13: diskriminiert mich jetzt so direkt niemand, vielleicht indirekt schon.

00:47:18: Könnte ich wirklich auch behaupten, indirek passiert ist immer noch.

00:47:21: Ich war auch schon mal bei einer Veranstaltung mit meinen Mitarbeiterinnen... Rinnen ja?

00:47:25: Zwei Frauen aus meiner Behörde und dann hat der Kollege mir die Jacke in die Hand geträgt den Mantel.

00:47:33: Kann nicht gerne annehmen!

00:47:34: Ich muss nur gleich auf die Bühne und was sagen.

00:47:37: Ja weil er dachte, ich sei die Mitarbeiterin dort, die für die Getränke und die Jacken zuständig ist.

00:47:41: also Ja, also...

00:47:43: Mariam hast du für unsere Hörerinnen einen Lebensart.

00:47:50: Ich finde so eine Diskriminierungserfahrung kann man ja einfach mal abstraieren auf verschiedene Dinge.

00:47:57: Du hast sie erlebt aufgrund deiner iranischen Herkunft.

00:48:00: viel erleben Sie durch aufgrund ihres äußeren Zustandes sage ich mal Ihres Luchs und was auch immer oder ihrer sexuellen Identität.

00:48:10: Hast du einen Rat, wie man damit so umgeht dass man gut durchs Leben kommt?

00:48:16: Ja sich unbedingt verbündet zu suchen.

00:48:19: Also Menschen suchen die Ähnliches erlebt haben oder erleben um sich gegenseitig zu stärken.

00:48:26: Ich mache die Erfahrung, es ist immer schön, allies um sich herum zu haben.

00:48:30: Die vielleicht diese Art von Diskriminierung gar nicht fühlen aber an der Seite von einem stehen.

00:48:36: Aber ich persönlich muss ehrlich sagen mich ganz persönlich stärker am meisten mit anderen Betroffenen auseinander auszutauschen.

00:48:44: Um das Gefühl zu haben, ich bin da nicht alleine und gemeinsam die Kraft der vielen sozusagen sich dadurch auch irgendwie stärken und aufrichten zu lassen.

00:48:55: es berührt meine Seele und es stärkt mich auch ganz doll innerlich, wenn ich Menschen die so gar nicht mit meinen Themen befasst sind persönlich betroffen sind.

00:49:07: Trotzdem mir zeigen sie sehen das und sie stehen an meiner Seite und mir zusprechen und ich immer denke dass ist so solidarisch und es ist so schön.

00:49:17: aber wirklich Die Momente, die mich wirklich innerlich sehr stärken ist mit Leidensgenossinnen sich zusammen zu tun und die Erfahrungen gegenseitig auszutauschen.

00:49:30: Und von den Erfahrungen auch etwas zu lernen und sich gegenseITich zu sagen so wie sind so viele?

00:49:39: Wir müssen uns das gar nicht geben!

00:49:41: Wir müssen es gar nicht so mitmachen und wir können uns dagegen wehren.

00:49:48: Und damit meine ich gar nicht nur Menschen, die genauso wie ich einen iranischen Hintergrund haben oder einen migrantischen Migrationshintergrund haben.

00:49:56: Einen sichtbaren oder wie auch immer oder irgendwie schwarze Haare haben sondern es tut mir gut mit... anderen von Diskriminierungs betroffenen Personen, ja ob es queere Menschen sind.

00:50:09: Ob es auch schwarze Menschen sind die nochmal eine ganz andere Art von Rassismus erleben als ich zum Beispiel oder ob es auch Seniorinnen sind die teilweise mir erzählen wie sie Altersdiskriminierung erfahren und wir unsere Diskriminierungserfahrungen miteinander teilen das gibt mir so viel Stärke weil am Ende für mich immer sichtbar wird dass Das, wogegen wir ankämpfen oder das was uns diskriminiert.

00:50:36: Das ist dasselbe!

00:50:39: Also das was du erlebt hast im Netz, das ist kein anderer Entgegner als dem dem ich auch ausgesetzt bin und in meinen Augen ist es wirklich das System.

00:50:49: dieses patriarchal geprägte Systemen den wir leben ärgert es mich so dermaßen, das kannst du dir gar nicht vorstellen wenn Menschen Frauen von Feminismus reden und ihn nicht intersektional denken.

00:51:02: Ich kriege jedes mal so eine Krawatte weil ich dann jedes Mal denke Du hast es gar nicht verstanden.

00:51:08: also du kämpfst für dich damit dein Partner die Spülmaschine genauso oft ausräumt wie du.

00:51:13: aber du hast das System dahinter nicht verstanden.

00:51:16: Und das System Dahinter ist das das System in dem wir leben dieses hartpatriarchale System was alles an Minderheiten, Frauen.

00:51:25: Alles was nicht in dieses Bro-System sozusagen passt erstmal Partu sozusagen nachgerangig sozusagen bewertet und wenn wir uns die wir gegen dieses System eigentlich ansteuern einfach mal zusammen täten Dann wäre das die Kraft der sowas von vielen und dieses System würde so nicht Bestand haben können, aber leider passiert das viel zu wenig.

00:51:49: Machen wir ein bisschen mit dem Podcast.

00:51:50: also wenn ihr diese Botschaft in die Welt bringen wollt dann teilt einfach

00:51:54: diese

00:51:54: Folge!

00:51:55: Mit einem Link schickt die der Oma der Nachbarin den Chef der besten Freundin usw.. Hast du denn mal in diesem Bro-System, was du hat gesagt hast?

00:52:05: Bist du dann damals eine Straight Ally gewesen oder bist es von jemandem der seinen Coming oder ihr Coming out hatte.

00:52:14: Ja!

00:52:15: Wie hat sich das angefühlt für dich und wie war das?

00:52:19: Also ich kann das auch einfach erzählen, was mein sehr persönlichster und berührungsdar Ally Moment sozusagen war ist für meinen eigenen Cousin gewesen Und nun weiß jeder, aus welchem Land wir haben.

00:52:34: Ich komme mir übrigens aus dem Iran!

00:52:35: Ich

00:52:36: habe mir noch gar nicht gesagt, wenn sich Hörerinnen fragen sollte, wo Marian Winter geboren ist?

00:52:42: Zum Iran... Ach

00:52:42: was?!

00:52:45: Und im Iran haben wir ja eine sehr schwierige politische Situation und ein Regime das ja ein islamistisches ist, kam er auf kein islamisches, ein islamistisches.

00:52:58: Das ist ein großer Unterschied und in diesem System lebte viele Jahre mein schwuler Cousin In einer Familie die große Angst vor dem Regime hat und hatte immer schon Und mittlerweile lebt er in den USA.

00:53:16: also ich liebe ihn über alles.

00:53:20: Ich habe immer schon gesagt, ich glaube du bist schwul zu ihm.

00:53:25: Wo er ehrlich gesagt noch immer mir weiß machen wollte es ist nicht seit fünf Jahren älter als ich.

00:53:30: Ich glaube das erste Mal hab ich ihm das gesagt als ich neun war Und ich hatte immer ein ganz, ganz gutes inniges Verhältnis zu ihm.

00:53:39: Ich weiß noch, dass ich als ich sechzehn war einen riesen, riesigen großen Streit mit meiner Tante und meiner Oma deswegen hatte weil ich ihm zur Seite gesprungen bin und im Grunde mit ihm zusammen... Das war jetzt nicht dieser eine Moment, aber mit ihm zusammen im Grunde ihn da durchbegleitet habe in meinen Sommerferien als ich im Iran war.

00:53:59: Und ich auch gemerkt hab dass die alle gar nicht so hart sein wollen Aber Angst haben, Angst vor dem Regime und Angst vor seiner Zukunft in diesem Land.

00:54:11: Weswegen er im Übrigen heute ja nicht mehr dort lebt, sondern dann über die Türkei erst mal und aber jetzt heute in den USA lebt.

00:54:18: Und das war für mich so mein sehr persönlichster LA-Moment wo für mich total klein war... Lass mich!

00:54:23: Ich bin deine John Daak.

00:54:24: ich kämpfe das für dich durch bei unserer Familie.

00:54:27: Ich bin eh in drei Wochen wieder weg.

00:54:29: Ja wir

00:54:29: machen ja einen Dank fürs Teilen.

00:54:31: Das ist ein ganz persönlicher Moment.

00:54:34: Vielleicht können das jetzt Straight Allies, die das hören auch nachvollziehen wie sich das anfühlt.

00:54:41: Wir reden hier über das Thema Coming Out, Well-Coming Out und es gibt wieder eine fantastische vielleicht auch ganz lustige Ruplerik, die heißt nämlich hier im Well-coming out Podcast.

00:54:53: Mariam hat ihr nicht Coming Out!

00:55:01: Und ich habe... Das hab' ich ja längst vorher so ein bisschen gesagt hier was zu überlegen.

00:55:04: also Ich will dich ja hier nicht zum Coming Out Zwingen.

00:55:08: Aber ich finde, wenn wir schon so sprechen verrat uns doch mal ein ganz geheimes Laster eine komische Angewohnheit wo du vielleicht sagst sie sind wie bisschen schräg aber dann gucken wir gleich alle drauf und denken wahrscheinlich ne es ist völlig okay Verrat uns mal irgendwas was du noch nie jemandem zuvor verraten hast Was du so machst.

00:55:27: Ja das gibt nicht so dass sich noch niemandem verrat.

00:55:33: Ich glaube, ich kann sehr schwer Dinge immer nur für mich behalten.

00:55:38: Wenn sie mir richtig auf der Seele brennen, dann muss ich immer gleich alle anrufen und unbedingt jemanden suchen mit dem ich darüber reden kann.

00:55:47: Es gibt nichts, was wirklich niemand von mir über mich weiß.

00:55:51: aber vielleicht eine ganz schräge Angewohnheit ist, dass ich Sprachen durcheinander bringe... Also nein, ich bring die nicht durcheinander.

00:56:04: Aber ich switche sozusagen Dinge aus meiner Muttersprache rein in die deutsche Sprache Redewendungen und Sprichwörter, die so gar keinen Sinn machen.

00:56:12: Hätten wir natürlich alle jetzt gerne mal ein Beispiel?

00:56:15: Ja weiß ich nicht.

00:56:16: also zum Beispiel sage ich sowas wie Miranischen ja im Verfassung gibt es eine Redewendenung.

00:56:25: Also kennst du diese Redewende und ich küsse deinen Auge

00:56:28: Nicht wirklich?

00:56:29: Nein, okay.

00:56:29: Das benutzen jetzt die Jugendlichen ganz viel so.

00:56:31: ich küsse dein Auge.

00:56:33: Jetzt hast du mich natürlich beoutet, dass sich nicht mein Jugendlicher ist.

00:56:36: Ist ja jetzt natürlich damit raus, ne?

00:56:38: Nein!

00:56:39: Du bist glaube ich einfach nur ein sehr anderer Jugendlicher.

00:56:42: Schau mal, sehr charmant ausgedrückt nach Fishing vor Compliments hier.

00:56:48: Genau.

00:56:48: aber im Iranischen gibt es also das heißt sowas wie... Egal.

00:56:53: So ähnliches, so was Ähnliches... Also dieses Küste in den Augen gibt's bei uns auch.

00:56:57: aber wir sagen zum Beispiel sowas wie ich möchte deine Leber essen und drückt... Wie

00:57:03: bitte?

00:57:04: Ich möchte deine leber

00:57:05: essen!

00:57:05: Es hat nichts kanibalistisches sondern es drückt einfach nur große Zuneigung und Liebe aus.

00:57:11: und wenn ich sowas übersetze und plötzlich so aus dem Nichts sage, oh, ich möchte meine Leber eisen, dann gucken mich die Leute einfach Anna, jetzt hoffe ich vom einem anderen Stern komme.

00:57:25: Aber es kommt so aus mir raus!

00:57:28: Es könnte allerdings bei nem politischen Gegner vielleicht mal angebracht

00:57:32: sein... Nein, auf gar keinen Fall damit.

00:57:35: Ach da ist es

00:57:36: nett?

00:57:36: Ah okay!

00:57:37: Ja ich sage dir dass ich dich...

00:57:40: Wir ganz nah sein möchte.

00:57:42: ...tölfe, ne, dass sich deine Leber isst also näher geht's ja gar nicht als deine Leba in mir drin.

00:57:46: Wie klingt

00:57:47: das denn?

00:57:47: ähm die Sprache heißt Fasi wie klingt der im Original?

00:57:53: Also die Redewendung heißt Jigaruto Bokoram.

00:57:56: Jigaru heißt Leber, Bokorum heiß esse ich ja Ich möchte deine Lebe essen und und das ist äh Als Beispiel.

00:58:03: Und ich mach sowas ganz oft und hab auch nie so dann die Gelegenheit, das in dem Moment richtig gut einzuordnen.

00:58:10: Dann bleibt es oft in der Luft hängen, dass sich einfach wahrscheinlich nur komisch bin.

00:58:15: Ich finde, das ist ein wunderbares Nicht-...

00:58:18: Aber suche dich an was aus!

00:58:20: Weil ich spreche in allen Sprachen wie ich fühle ... Und dann fühle ich dieses eine und übrigen umgekehrt auch.

00:58:29: Also, ich übersetze für Benutzern dann plötzlich deutsche Sprichwörter oder Redewendung im Farsi wenn ich mit meiner Mutter rede.

00:58:36: Das macht gar keinen Sinn für sie was ich da sage aber ich zieh das durch!

00:58:41: Ich finde es ist ein wunderbares nicht coming out hier im Wellcoming Out-Podcast.

00:58:45: Wenn ich etwas Komisches sage dann wissen wir ab jetzt alle eins zu haben.

00:58:49: Ja

00:58:49: find' ich gut denn...

00:58:50: Nicht weil ich irgendwie ... komisch drauf bin, Reize.

00:58:52: Sondern es gehört zu Sprechen.

00:58:53: Da

00:58:53: kann ich das nächste Mal mit umgehen, wenn wir uns treffen für vielleicht eine zweite Folge dieses Podcasts... Wenn du sagst Hendrik, ich möchte in deine Leber essen und damit sind wir fast am Ende dieser Podcast-Folge.

00:59:04: aber auch für dich liebe Mariam habe ich natürlich eine Rubrik vorbereitet die heißt Hendricks Setze beenden und auch die weißt du nicht Mariam are you ready?

00:59:14: Ja!

00:59:23: Wenn ich morgen Bundeskanzlerin wäre.

00:59:26: Würde ich als allerallererstes?

00:59:32: Boah, man denkt diese Frage habe ich wahrscheinlich schon tausendmal bekommen aber ist nicht so!

00:59:36: Nein dann würde ich als allallererstes die AfD verbieten.

00:59:42: Ist eine Möglichkeit sag' ich da mal ganz neutral zu.

00:59:46: Mein bestes Argument gegen Queerfeindlichkeit isst

00:59:55: Liebe

00:59:57: Auf den Punkt gebracht.

00:59:58: Eine Gesellschaft profitiert von Diversität weil

01:00:03: weil es sonst keine Gesellschaft wäre.

01:00:07: Heterosexuelle und queere Menschen haben eines gemeinsam, und zwar...

01:00:12: Sie sind Mensch!

01:00:15: Queere Menschen können positiv in die Zukunft blicken, weil...

01:00:20: Weil es immer Allies wie mich gibt, sich dafür einsetzen, dass sie positiv in der Zukunft blücken dürfen.

01:00:28: Sagt Marian Blumenthal, Senatorin für Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg Heute meine und eure Gäste in dieser Folge des Wellcoming Out-Podcasts.

01:00:40: Vielen, vielen Dank, Mariam!

01:00:41: Schön, dass du dir die Zeit genommen hast.

01:00:45: So ist der Satz richtig... Vielen, Vielen Dank!

01:00:47: Und wenn euch die Folge gefallen hat dann teilt diese Folge im großen weiten Internet und spread the word.

01:00:55: was Wellcoming out bedeutet folgt Wellcoming OUT zum Beispiel bei Instagram.

01:01:01: at wellcomingout folgt Marian Blumenthal.

01:01:04: Warum nicht?

01:01:04: Kann man auch mal machen!

01:01:05: Vielen, vielen Dank und wir sehen uns, die er alle zuhört und hören uns bei der nächsten Folge vom Work on the Output Podcast.

01:01:12: Tschüss!

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